Mit dem Biathlon ist man ja geographisch eher eingeschränkt. Hier in Düsseldorf wird einmal im Jahr für ein Wochenende am Rheinufer eine Loipe aufgebaut, aber die ist nur für die Profis, und wenn die fertig sind, wird der Rest-Schnee in den Rhein gekehrt.
stoppelhoppler hat geschrieben:Vorläufer dieser Disziplin könnte der in Berlin von Wolf Beisswanger schon mehrfach durchgeführte "Schlauf" (Schach und Laufen) gewesen sein. Auch an anderen Orten wurden schon Schläufe durchgeführt.
Eine Punktwertung aus Schachturnier und Laufplatzierung entscheidet über den Sieger.
Der Schlauf wurde 1998 in Rheine (Westfalen) geboren und ist in Berlin gestorben ... oder nur eingeschlafen ... oder gibt es den noch? Ich habe seit Jahren nichts mehr davon gehört.
Das klassische Schlauf-Format ist vormittags ein 10 km-Lauf, danach duschen, essen, und dann ein Blitzturnier.
Als Mannschafts-Sportart gibt es Schach-Fußball (Hallenfußball und Mannschafts-Blitz oder Schnellschach), die (inoffizielle) Deutsche Meisterschaft wird jährlich in Plettenberg ausgetragen.
stoppelhoppler hat geschrieben:In Mehrkampfwettbewerben mit Bowling, Billard, Doppelkopf, Tischtennis, Dart ist Schach auch schon vorgekommen.
Wir machen es im Verein regelmäßig als "Dreikampf" mit Kegeln, Skat und Blitzschach. Früher hatten wir auch mal Tischtennis im Programm, aber dazu lassen sich unsere Rentner nicht mehr bewegen. Oder sie können sich nicht mehr so bewegen. Kegeln geht so gerade noch. - Ganz früher gab es auch mal die Disziplin "Luftgewehrschießen", aber das war vor meiner Zeit.
stoppelhoppler hat geschrieben:Vielleicht eignen sich derartige Veranstaltungen für eine stärkere Päsenz von Schach

Eher nicht. Da hat man normalerweise die Spezialisten einer Disziplin, die mehr oder weniger untrainiert als Spaßveranstaltung nebenher ein oder zwei andere Sport-/Spielarten machen. Beim Schlauf und beim Schachfußball waren/sind die Schachspieler unter sich. Beim Schachboxen dürfte man vornehmlich trainierte Boxer finden. Anders hat ein Wettkampf auch keinen Sinn.
Wenn Spezialisten der einen Disziplin in einem "Mehrkampf" auf Spezialisten der anderen Disziplin treffen, braucht man unendlich viel Toleranz und guten Willen, um das in Freundschaft über die Bühne zu bringen.
In meiner früheren Stammkneipe stand ein Snooker-Tisch, an dem ich mich hin und wieder verlustiert habe; aber kein anständiger Billardspieler möchte ansehen, wie ich mir einen abbreche bei dem Versuch, mehr als eine Kugel zu treffen. Umgekehrt muss ich mich sehr zurückhalten, wenn ich sehe, wie Leute, die kaum mehr als die Gangart der Figuren kennen, versuchen eine Partie Schach zu spielen. Nee, damit macht man sich nicht viele Freu(n)de.