Zu dem e6 Aufbau: Kann weiß nicht einfach ins Katalanisch übergehen (5.d4 in Gurevich-Bareev z.B)? Würde ja nicht wirklich Sinn machen sich auf Katalanische HVs einzulassen, weil ich das ja nicht im Halbslawisch Repertoire habe.
5.d4 kommt in Betracht, aber die meisten Katalanisch-Spieler hätten hier wohl gerne c4 gedeckt... Daher 5...dxc4. Nach 6.Sc3 b5 (oder 6...Sbd7) bist du wieder durch Zugumstellung in halbslawischen Systemen (z.B. nach 1.d4 d5 2.c4 c6 3.Sf3 Sf6 4.Sc3 e6 5.g3 usw.). Vielleicht hast du ja das Buch "Play the Semi-Slav" von David Vigorito!? Dort wird das 5.g3 System aus schwarzer Sicht sehr ausführlich beschrieben.
Ich möchte mir jetzt e4 c6 d4 d5 e5 lf5 Sc3 ansehen, und fragen ob jemand dazu Partien kennt die ich mir anschauen sollte bzw. mir sagen könnte, was die wichtigsten Varianten sind (damit ich mir dazu Partien in der Megabase suchen kann) ?
Gast hat geschrieben:Ich möchte mir jetzt e4 c6 d4 d5 e5 lf5 Sc3 ansehen, und fragen ob jemand dazu Partien kennt die ich mir anschauen sollte bzw. mir sagen könnte, was die wichtigsten Varianten sind (damit ich mir dazu Partien in der Megabase suchen kann) ?
Auch Shirov spielt das ab und zu mal. Ein Blick auf seine Partien kann nicht schaden.
Gegen 1.e4 c6 2.d4 d5 3.e5 c5 solltest du aber auch etwas im Köcher haben.
Gast hat geschrieben:Gegen 1.e4 c6 2.d4 d5 3.e5 c5 solltest du aber auch etwas im Köcher haben.
Wohl wahr. Eine gute Arbeit am Repertoire geht schrittweise vor und versucht nicht zwei oder drei Systeme gleichzeitig zu erfassen. Das stiftet meistens nur Verwirrung.
Eine gute Gelegenheit, auf eine meiner Lieblingsgeschichten hinzuweisen, (vom mir leicht verändert) in dieser Fassung zu finden via Google "Hauefle Mein Zen"
Zwei Mönche treffen sich und streiten, welcher Meister weiter in seiner Entwicklung sei. Der eine sagt: "Stell Dir vor, wenn mein Meister auf der einen Seite des Flusses steht und das Papier auf der anderen Seite des Flusses liegt und mein Meister mit dem Pinsel Zeichen in der Luft schreibt, dann erscheinen sie auf dem Papier auf der anderen Seite!" - "Nicht schlecht", sagt der andere Mönch, "aber mein Meister kann etwas, das noch viel schwerer ist: wenn er isst, dann isst er, und wenn er schläft, dann schläft er!"
Ich hab jetzt meine Antwort gegen pirc umgestellt, weil mir der Schablonenangriff nicht mehr gefiel (ausserdem war es immer das, wo sich dann am Ende der Schwarzspieler besser auskennt). Als Antwort spiele ich jetzt das g3 System, was mir (bis jetzt ) auch sehr gut gefällt. Nur beim durchspielen einiger Partien hab ich einen Punkt nicht verstanden: Weiß spielt häufiger mal Lg5, mit der Idee h6 zu provozieren um dann Dd2 mit Tempo zu haben. z.B.
Jetzt frage ich mich was genau Weiß eigentlich macht, wenn Schwarz garnicht h6 zieht? Ich hatte iegentlich weniger den Eindruck, dass Weiß den Läufer gegen den Springer geben will.