Der Patzer hat geschrieben:[...]
@ Andrzej: du schreibst, dass du das Buch "gar nicht" empfehlen kannst; inwiefern hat der Inhalt des Buches nicht das gehalten, was du dir von ihm versprochen hattest bzw. womit bist du nicht zurechtgekommen?
[...]
Da du dir das Buch ja schon bestellt hast, machst du dir am Besten eine eigene Meinung.
Ich habe mir das gleiche erhofft, wie du im Anfangsthread, allerdings gemerkt das meine Erwartungen zu hoch waren. Vielleicht ist das Buch ja ganz ok, aber so hat es sich als Enttäuschung enthült.
Es wirkte auf mich wie eine ziellose Zusammensetzung von Partien, die ich so auch in Datenbanken finden kann.
Ich habe das Buch vor etwa 2-3 Jahren gelesen, kann mich also nicht mehr so gut erinnern aber schlecht in erinnerg und vielleicht weil wie Jupp sagte es zu schwer für mich war(unter1600). Vielleicht sollte ich es nochmal neu lesen, am im moment wäre es eher Zeitverschwendung..
Es hat mich sogar eher verwirrt, als das es mich weitergebracht hat. Wusste nicht mehr ob das was er da schreibt jetzt stimmt oder nicht und hat mich in meinem Spiel verunsichert. Und man sollte nicht verunsichert Schach spielen.. Will aufjeden fall nicht mein neues Repertoir auf giddings hin überprüfen, weil ich glaube er würde es in nu zerreißen.. was wieder zu einer verunsicherung führen würde. Vielleicht ist es ja wirklich nicht auf mich "zugeschnitten", aber das ist mir egal, denn es macht mir so wie es ist im moment grundsätzlich spaß und für mich kommt es darauf an. Was nützt mir eine Eröffnung, die ich vielleicht von meiner Art her am besten behandeln würde, wenn ich mit ihr kein Spaß habe?
Aber bei dieser Spilstärke ist es absolut schwachsinnig zu überlegen ob man ein Taktiker oder Positionsspieler ist, da die Spielstärke ja noch nicht richtig entwickelt wurde. Anstatt sich mit 1300 zu sagen, oje ich stelle immer Figuren zweizügig ein ich muss meine stärken also in dem Positionsspiel suchen ist schwachsinnig(!), stattdessen sollte man einfach seine Taktikschwächen ausbügeln. Wenn man bei 2000 ist, ist das vielleicht was anderes. Vielleicht deswegen, weil ich selbst da finde ich sollte nicht die Eröffnung umstellen, weil man "Schwächen" von sich entdeckt und dies auf die Eröffnung schiebt. Stattdessen sollte man sich an die eigene Nase packen und feststellen dass es nicht vielleicht die Eröffnung, sondern andere Schwächen sind, an den man arbeiten kann und die man ausmerzen kann. Aber auf die eröffnung es zu schieben ist natürlich der einfachste und auch der schnellste weg - hauptsache man kann nix dafür, die eröffnung liegt ja einem nicht, passt nicht ins rep oder zig andere ausreden.
Einsicht ist der erste Weg zu Besserung.
Ich hinterfrage genauso auch Giddins aAsicht, dass man ähnliche Eröffnungen spielen soll. Also als Caro-Kann Spieler, Slawisch oder halbslawisch, oder nimzo+bogo und ähnliches.. Das habe ich aber schon weiter oben im thread angesprochen.
Leider ließt sich das Inhaltsverzeichnis meiner Meinung nach um einiges besser, als das was im Buch behandelt wurde. Ich finde er vermittelt (also mir) nichts.
Vielleicht denkt man im Anfangsstadium man sei ja viel besser als seine DWZ und traut sich deswegen so ein "schweres" Buch zu, es geht ja nur um eröffnungen. Aber die Sachen/tipps die er da aufzählte kannte man schon so mehr oder weniger eh. Es ist das einzige Buch das ich gelesen habe und ich mir dachte, das es mir fürs Schach genau 0,nix gebracht hat. Und das ist eine Kunst, denn irgendwas lernt man immer, sollte man meinen.
Naja ich hoffe ich verunsichere dich jetzt wieder nicht.
Aber vielleicht senkt es ja deine Erwartungen und am Ende ist das Buch für dich dann ganz ok oder sogar ganz gut.

"We are more often treacherous through weakness than through calculation." (Francois De La Rochefoucauld)
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