Taktikaufgaben-Thread

Schulung der taktischen Fähigkeiten.

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Re: Taktikaufgaben-Thread

Beitragvon linkinkev » So 9. Dez 2012, 10:36

Ich frage mich ja speziell in dieser Stellung, inwiefern solch eine Kombi überhaupt noch menschlich ist, gerade, wenn man sich die Psychologie dahinter ansieht. Hausrath wähnte sich in der deutlich schlechteren Stellung und suchte vermutlich eher nach einer möglichst zähen Verteidigung. Wer denkt da noch ernsthaft über Springer- und Turmopfer nach?
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Re: Taktikaufgaben-Thread

Beitragvon stoppelhoppler » So 9. Dez 2012, 14:00

linkinkev hat geschrieben:Ich frage mich ja speziell in dieser Stellung, inwiefern solch eine Kombi überhaupt noch menschlich ist, gerade, wenn man sich die Psychologie dahinter ansieht...


Das ist der Hauptpunkt. Als "Weihnachtsmann-Kombi" lösen beide Spieler dieses Stellungsproblem.
Am Brett mit Stunden geistiger Vorbelastung, psychologischer "Vorspannung" wegen Spiel- und Mannschaftskampfentwicklung sowie bei tickender Uhr gibt es viele Ablenkungen und Einflüsse, die Weiß nicht an Gefahr und Schwarz nicht an eine große Chance denken ließen. Die Klasse von Spielers macht es natürlich auch aus, solche Nebeneinflüsse weitgehend zu verbannen und objektiv und nur mit den geeigneten Emotionen an die Stellungsprobleme heranzugehen.

Umgekeht sind bestimmte Vorprägungen aber auch eingeschränkt nützlich. Ein Verteidigungsspieler, der schon häufiger stundenlang bearbeitet wurde und sich stoisch halbwegs erfolgreich verteidigte, wird vielleicht nach keinem Konter Ausschau halten. Bei noch größerer Klasse wird er aber in jeder Position der kleinsten Chance eines Gegenangriffs nachgehen, wenn er dies wegen der Stellungsprobleme eben nicht mal aus dem Sichtfeld verliert.
Ein Spieler mit Drang nach Offensive und Initiative wird angesichts des Partieverlaufs und der Stellung vielleicht weniger nach Defensivmanövern suchen, sondern nach einem letzten Konter, wenn er noch nicht resigniert und noch genügend wache Kräfte hat.
Die Berechnung ist auf dem Niveau beider Spieler kein Thema, der "Funke" ist das Problem.

Ähnlich bei Anand-Adams in London. Keine Gefahr, kein Druck gespürt und eine Unaufmerkamkeit reicht, um zu verlieren.
Ob Mickey im 39. oder 40. Zug bei nicht mehr großem Zeitpolster auch die plötzlich auftretende Stellungsnuance erkannt hätte? Wer er sich vorher mit dieser Thematik der Stellung beschäftigt hätte, dann bestimmt. Lag so etwas aber nicht in der Luft und waren andere Merkmale vorrangig, so braucht es eben diesen Funken - bei +2600er und +2700er in der Offensive zumindest häufiger als beim den Normalos anzutreffen und in der Defensivabteilung ist man eben auch auf diesem Niveau wacher.

Derartige Stellungskonter zeigen aber auch, wie wichtig das Thema "Kein Außenkontakt mit einem Weihnachtsmann" ist.
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Re: Taktikaufgaben-Thread

Beitragvon linkinkev » Fr 4. Jan 2013, 18:47



Schwarz am Zug gewinnt
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Re: Taktikaufgaben-Thread

Beitragvon Riddler » Fr 4. Jan 2013, 19:17

öh...

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Re: Taktikaufgaben-Thread

Beitragvon linkinkev » Sa 5. Jan 2013, 13:43

Riddler hat geschrieben:öh...

1. ... Dxf2+
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si :!:

Trotzdem wird man als cheater bezeichnet, wenn mans im Online-Schnellschach sieht. ;)
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Re: Taktikaufgaben-Thread

Beitragvon Riddler » Sa 5. Jan 2013, 15:47

Ach, online Schach. *abwink*

Denk Dir nichts dabei. Im online Schach gilt man als cheater, soblad man eine Partie gewinnt. :)
Ich habe zuletzt gegen jemanden auf fics gespielt, der in etwa mein rating hatte und habe eine spannende Partie im Endspiel gewonnen. Sofort nach der Partie der tell "Obviously either an engine user, or a sandbagger!", gefolgt von ein paar blumigen Nettigkeiten der englischen Sprache. Mal abgesehen davon, dass sandbagging bei freien Partien (und auf einem Server wie fics, wo man tausend nicks anlegen kann) absolut schwachsinnig ist, gilt die alte Faustregel: Spieler hat mich geschlagen, also cheatet er. :D
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