Hab mir aus Interesse mal kurz ein bisschen was zu Rigaer Variante im offenen Spanier angeschaut. Diese beginnt mit den Zügen
1. e4 e5 2. Sf3 Sc6 3. Lb5 a6 4. La4 Sf6 5. 0-0 Sxe4 6. d4 exd4!? (6... b5 führt zur Hauptvariante des offenen Spaniers)
7. Te1 d5 8. Sxd4 Ld6 9. Sxc6 Lxh2+
Die Hauptfortsetzungen sind nun:
a) 10. Kxh2 Dh4+ 11. Kg1 Dxf2+ mit Remis. Daher sollte Schwarz die Rigaer-Variante nur spielen, wenn er auch mit einem Remis zufrieden ist.
b) 11. Kf1
und
c) 11. Kh1, was wohl der beste der drei Züge ist.
Speziell zu b) und c) gibt natürlich einiges an Varianten, muss noch nachgetragen werden. Was ist von der Variante zu halten - vielleicht als Überraschung gut geeignet oder auch unter "Normal-Bedingungen" gut spielbar?
Ganz kurz zur Historie:
Die Rigaer Variante wurde zuerst in einer Fernschach-Partie zwischen der Berliner Schachgesellschaft und des Rigaer Schachvereins zwischen 1906 und 1908 gespielt, daher auch der Name. Ebenfalls 1906 gab es in München eine Partie Przepiorka gegen Nimowitsch, siehe: http://www.chessbase.de/2006/muenchen19 ... animzo.htm
