Skandinavische Zugfolgen

Skandinavische Zugfolgen

Beitragvon Riddler » Mi 17. Mär 2010, 18:52

In letzter Zeit habe ich mich recht intensiv mit Skandinavisch beschäftigt und die beiden Bücher von Wahls zu diesem Thema gelesen. Was mir bei der Durchsicht aufgefallen ist: Wahls behandelt in der Hauptsache die Zugfolge

1. e4 d5
2. exd Dxd5
3. Sx3 Da5
4. d4 Sf6
5. Sf3

Allerdings spielt in meiner Klasse fast jeder an dieser Stelle 5. Ld2, was bei Wahls erst später erfolgt. Weiß jemand warum? Was ist das Problem bei 5. Ld2 statt 5. Sf3? In der Regel gibt´s nur Zugumstellung, aber es muss doch einen Grund geben, warum dieser Zug gar keine Beachtung findet.
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Re: Skandinavische Zugfolgen

Beitragvon TheKillerGrob » Do 18. Mär 2010, 13:44

Es gibt keinen wirklichen Grund; 5.Ld2 führt zu Zugumstellungen, wie du schon gesagt hast.
Den einzigen Grund, den ich mir erklären könnte, ist der, weil man sagt, dass man erst die Springer und dann die Läufer entwickeln soll. Der Springer steht eh meistens auf f3 (Sge2 ist auch möglich, aber ziemlich zahm), beim Lc1 ist das optimale Feld noch nicht ganz klar; meist geht er nach d2, aber vielleicht hat Weiss sogar mal die Möglichkeit ihn besser nach e3, f4 oder g5 zu stellen; also meiner Meinung nach eine reine Frage der Flexibilität. Allerdings kann die Verzögerung mit 5.Ld2 auch seinen Sinn machen, wenn Weiss den Springer noch nicht nach f3 stellen will, weil er vielleicht kein Lg4 mag,und auch so Schwarz in "der Schwebe" belassen will.
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Re: Skandinavische Zugfolgen

Beitragvon koepper » Fr 31. Dez 2010, 01:12

Vielleicht sollte man auf 5.Ld2 Db6 ausprobieren, es hängen die Bauern e4 und b2 wobein man nach 6:Sf3 nicht auf b2 schlagen darf sondern Lf5 spielen sollte
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Re: Skandinavische Zugfolgen

Beitragvon JerryCotton » Fr 31. Dez 2010, 08:30

koepper hat geschrieben:Vielleicht sollte man auf 5.Ld2 Db6 ausprobieren, es hängen die Bauern e4 und b2 wobein man nach 6:Sf3 nicht auf b2 schlagen darf sondern Lf5 spielen sollte

Ich spiele den Da5 Skandi nur zur Abwechselung mal, da er den Ruf hat wenig Theorie abzuverlangen.
Dazu habe ich 2 Grundregeln mit unbekannter Quelle.
a) Ziehe die Dame erst ein dittes mal, wenn sie angegriffen wird.
b) Gegengesetzte Rochaden sollte Schwarz verhindern.
Vielleicht sind das nur Bauernregel, wollte es zumindest erwähnen ;).
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Re: Skandinavische Zugfolgen

Beitragvon koepper » Fr 31. Dez 2010, 10:36

b) Gegengesetzte Rochaden sollte Schwarz verhindern.

Da möchte ich widersprechen. Interessantes Spiel ergibt sich meiner Ansicht nach , wenn Weiß kurz und Schwarz lang rochiert hat, vor allem dann, wenn Weiß den Sf6 geschlagen hat und Schwarz mit dem Bauern zurückgenommen hat.
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