In Österreich ist die Spitze nicht ganz so eng, oder? Da würden sehr viel schneller nur ein paar Spieler davon profitieren.
Gut leben klingt immer so locker - bei den genannten Preisgeldern fallen für 2 x 3. Platz + Olympiateam ca. 15.000 € an. Das klingt nach viel, ist aber der Umsatz von drei Monaten inkl. aller Nebenkosten (KV, RV, Steuern). Das ist eine Grundversorgung - für die man aber auch erst mal entsprechende Leistung abliefern muss. Den Rest des Geldes muss man schon noch woanders auftreiben - und um besser zu werden, dabei auch gegen Spieler anderer Herkunft antreten. Und besser werden muss man schon, um im nächsten Jahr wieder so gut abschneiden zu können.
Und immer wieder: Mit dem Ansatz könnte man Identifikation schaffen, etwas, worüber auch für Zeitschriften ein Bericht lohnt, es wären Turniere mit deutschen Teilnehmern, die auch bei der Internet-Gemeinde verfolgt würden, die hoffentlich auch in den Vereinen wahrgenommen würden (die bezahlen ja dann auch dafür), und die hoffentlich auch über die Vereine hinaus wirkt (es gibt ja auch viele ehemalige Vereinsschachspieler in gesellschaftlich angesehenen Positionen).
Und erst wenn diese Aufmerksamkeit geschaffen ist, kann man doch von Sponsorensuche sprechen. Was derzeit gesucht wird, sind Mäzene, die uns für nix entsprechende Gelder bescheren. Sponsoren brauchen auch eine Gegenleistung, die sich in einem Werbewert ausdrücken lässt. Aber davon wird viel zu selten gesprochen.
