Nicht jede Gemeinde hat einen Saal, der groß genug für zwei Bundesliga-Kämpfe ist.
Diese Aussage möchte ich bezweifeln. Jede Gemeinde >5000 Einwohner wird über irgendein Gebäude verfügen - Rathaus, Bank, Theater- oder Konzertsaal, Gemeindesaal - das in der Lage ist, 16 Tische und Bretter und ein paar Zuschauer aufzunehmen. Ob dies dann immer verfügbar und auch noch repräsentativ ist, sei mal dahin gestellt.
Ich persönlich finde eine Turnhalle für Schachwettkämpfe auf höherem Niveau (= Bundesliga aufwärts) nicht sonderlich gelungen. Man stelle sich vor, Anand müsste seinen Titel gegen Topalov neben Stufenbarren und Weichbodenmatten und unter Trapez und Ringen verteidigen.

Natürlich akzentuiert so ein Spielort den Anspruch, Schach als Sport zu betrachen. Konsequenterweise müsste das dann aber auch bedeuten, dass man in Zukunft dann ganz auf andere Spielorte verzichtet, denn man will ja auch nicht, dass durch die Beliebigkeit des Spielortes dieser Anspruch dann wieder gefährdet wird.