lovo hat geschrieben:Wieso fehlen plötzlich 20000 €? Da hat der DSB bei der Olympiade in Dresden vor zwei Jahren wohl mächtig Minus gemacht. Man hatte also zwei Jahre lang Zeit, Geldquellen für die diesjährige Olympiade aufzutun. Warum ist da nicht schon längst etwas passiert?
Der DSB hat bei der Olympiade in Dresden kräftig Minus gemacht, wenn ich mich richtig erinnere soll das damals sechsstellig gewesen sein. Allerdings hatten wir in Dresden sechs Mannschaften am Start - und noch mehr Geld als für die Aktiven ging für die FIDE-Vollversammlung drauf. Allein das obligatorische Galadiner für die Funktionäre aus ca. 130 Ländern hat angeblich einige 10.000 gekostet. Das sind Kosten, die dieses Jahr nicht zur Debatte stehen. Ein Vergleich mit Dresden 2008 bietet sich eher nicht an.
Zur Finanzlage kann man bei Löffler auch nachlesen: Der DSB hat in den letzten Jahren zwei große Sponsoren verloren und keinen neuen gefunden. Ursachenforschung wäre hier durchaus interessant.
Die Kampagne von Gusti & Co. ist meines Erachtens diskutabel: Einerseits ist es verständlich, wenn die Spieler ein Honorar haben wollen, das mehr als nur Reisespesen und Lebenshaltung für 14 Tage abdeckt. Um mal eine Messlatte zu nennen: Beim (gut dotierten!) FIDE-Grandprix bekam selbst der Letztplatzierte noch ein Preisgeld von 4000 EUR.
Andererseits haben die Spieler zur Olympiade keine Alternative. Es gibt keine hochklassigen Turniere, die gleichzeitig ablaufen. Die Wahl ist also nur, Olympiade oder (unbezahlt) zu Hause bleiben.
Bleibt noch der Nebeneffekt, dass die Spieler über die Olympiade ihren Bekanntheitsgrad und ihren "Marktwert" (für Simultanveranstaltungen, Turniereinladungen etc.) steigern können. Allerdings würde das eine besser funktionierende Öffentlichkeitsarbeit - Stichwort Medienpräsenz - voraussetzen.