Sponsorensuche für die Nationalmannschaft

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Sponsorensuche für die Nationalmannschaft

Beitragvon klötzchenschieber » Fr 11. Jun 2010, 14:15

http://www.chessbase.de/nachrichten.asp?newsid=10489

Ist das peinlich?

100.000 Mitglieder und man bekommt keine 20.000 € = 20 Cent pro Mitglied zusammen?

Sofortige Zwangsabgabe an den Verband!
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Re: Sponsorensuche für die Nationalmannschaft

Beitragvon JerryCotton » Fr 11. Jun 2010, 14:39

Wenn man sich die Abgaben ansieht, die die Vereine leisten kann es daran eigentlich nicht liegen :cry: :?:
"So ist Fussball, manchmal gewinnt der bessere." (dürfte auch fürs Schach gelten :))
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Re: Sponsorensuche für die Nationalmannschaft

Beitragvon Krennwurzn » Fr 11. Jun 2010, 16:13

:shock: Man sucht wohl einen Mäzen, denn ein Sponsor möchte ja eine Gegenleistung (beispielsweise als Werbung - Fernseh- bzw. Radiosekunden)!

Aber vielleicht verkauft ja ChessBase zusätzlich 400 Fritz12-Olympia-Sibirien-Versionen und ermöglicht die Teilnahme der stärksten deutschen Mannschaft! :mrgreen:

20000 durch vier ergibt 5000 Euro - ganz schön viel Geld für 14 Tage - verdienen Schachpros wirklich 10.000 brutto im Monat?
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Re: Sponsorensuche für die Nationalmannschaft

Beitragvon klötzchenschieber » Fr 11. Jun 2010, 17:03

Die Nettozeit vor Ort ist 14 Tage. Aber als Schachprofi muss man wohl mit einer Auslastung von 25 % - 50 % oder so kalkulieren (eine oder zwei vernünftig bezahlte Wochen im Monat), man kann schlichtweg auch nicht Woche für Woche spielen. Dann entspricht das einem Gehalt von 2.500 - 5.000 € brutto.

Gustafsson schreibt nicht, dass das Geld nur Honorar ist, sondern beschreibt, dass für die Teilnahme ein Fehlbetrag besteht - der kann auch z.B. Hotel, Spesen und Flugkosten beinhalten. Und die können grob geschätzt schnell bei 1.500 - 2.000 € liegen (50 € pro Nase für Zimmer mit Vollpension, Linienflug nach Sibirien).

Bei Stefan Löffler (Schachwelt-Blog) stand letzte Tage etwas von 2000 € pro Nase für die Spieler. Und das wäre schon gar ausgesprochen wenig, wenn man bedenkt, dass die Burschen "freiberuflich" tätig sind, d.h. es gehen nicht nur die halben, sondern die vollen Krankenkassen-, Renten- und sonstwelchen Beiträge ab.
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Re: Sponsorensuche für die Nationalmannschaft

Beitragvon lovo » Fr 11. Jun 2010, 17:22

  • Wieso fehlen plötzlich 20000 €? Da hat der DSB bei der Olympiade in Dresden vor zwei Jahren wohl mächtig Minus gemacht. Man hatte also zwei Jahre lang Zeit, Geldquellen für die diesjährige Olympiade aufzutun. Warum ist da nicht schon längst etwas passiert?
  • Wie machen das eigentlich andere Länder? Haben deren nationale Schachverbände mehr Geld als der DSB?
  • Wieso findet die Schach-Olympiade alle zwei Jahre statt? Würden vier Jahre nicht auch reichen?
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Re: Sponsorensuche für die Nationalmannschaft

Beitragvon Stratege » Fr 11. Jun 2010, 22:18

Hier mal die beiden Löffler-Links:

http://schach-welt.de/de/blog/viewpost/214.html (vom 08.06.2010)
und
http://schach-welt.de/de/blog/viewpost/218.html (von heute, kurz nach 18:00 Uhr)
"Die Tromp- und Colorado-Quote steigt wieder an, genauso wie die Anzahl der gekauften, aber ungelesenen Schachbücher im Schrank (das Zeichen schlechthin für einen ewigen Verlierer!)" IM Ilja Schneider auf schachzoo.twoday.net
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Re: Sponsorensuche für die Nationalmannschaft

Beitragvon elvis » Sa 12. Jun 2010, 01:19

lovo hat geschrieben:Wieso fehlen plötzlich 20000 €? Da hat der DSB bei der Olympiade in Dresden vor zwei Jahren wohl mächtig Minus gemacht. Man hatte also zwei Jahre lang Zeit, Geldquellen für die diesjährige Olympiade aufzutun. Warum ist da nicht schon längst etwas passiert?

Der DSB hat bei der Olympiade in Dresden kräftig Minus gemacht, wenn ich mich richtig erinnere soll das damals sechsstellig gewesen sein. Allerdings hatten wir in Dresden sechs Mannschaften am Start - und noch mehr Geld als für die Aktiven ging für die FIDE-Vollversammlung drauf. Allein das obligatorische Galadiner für die Funktionäre aus ca. 130 Ländern hat angeblich einige 10.000 gekostet. Das sind Kosten, die dieses Jahr nicht zur Debatte stehen. Ein Vergleich mit Dresden 2008 bietet sich eher nicht an.

Zur Finanzlage kann man bei Löffler auch nachlesen: Der DSB hat in den letzten Jahren zwei große Sponsoren verloren und keinen neuen gefunden. Ursachenforschung wäre hier durchaus interessant.

Die Kampagne von Gusti & Co. ist meines Erachtens diskutabel: Einerseits ist es verständlich, wenn die Spieler ein Honorar haben wollen, das mehr als nur Reisespesen und Lebenshaltung für 14 Tage abdeckt. Um mal eine Messlatte zu nennen: Beim (gut dotierten!) FIDE-Grandprix bekam selbst der Letztplatzierte noch ein Preisgeld von 4000 EUR.
Andererseits haben die Spieler zur Olympiade keine Alternative. Es gibt keine hochklassigen Turniere, die gleichzeitig ablaufen. Die Wahl ist also nur, Olympiade oder (unbezahlt) zu Hause bleiben.
Bleibt noch der Nebeneffekt, dass die Spieler über die Olympiade ihren Bekanntheitsgrad und ihren "Marktwert" (für Simultanveranstaltungen, Turniereinladungen etc.) steigern können. Allerdings würde das eine besser funktionierende Öffentlichkeitsarbeit - Stichwort Medienpräsenz - voraussetzen.
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Re: Sponsorensuche für die Nationalmannschaft

Beitragvon project_chaos » Sa 12. Jun 2010, 12:53

es sind ja nicht nur die 14 turniertage, soweit ich das gestern bei cb tv mitbekommen habe. steht da noch eine längere vorbereitungsphase an. (turnierausfall usw). und sie sind von sich auch überzeugt, mit etwas glück auch um die medalien spielen zu können.

ich finde die idee gut von gusti, aber sehr peinlich für den deutschen schachbund
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Re: Sponsorensuche für die Nationalmannschaft

Beitragvon Cresspahl » Sa 12. Jun 2010, 14:34

Ausgerechnet Gustafsson... der immer mit seinem Image des faulen Burschen kokettierte...

Ich sehe KEINERLEI Berechtigung, dass der Beitragszahler den Herren mittelprächtigen Weltklasseschnupperern die Lustreise nach Sibirien bezahlt.

Ein Skandal ist aber, dass der DSB die Honorarforderungen nicht erfüllen kann. Wo ist das Geld denn geblieben?
(18:12:13) Latvian_Gambit: du bist der einzige der mich regelmäßig bügelt
(18:12:15) Latvian_Gambit: no homo
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Re: Sponsorensuche für die Nationalmannschaft

Beitragvon project_chaos » Sa 12. Jun 2010, 15:48

Cresspahl hat geschrieben:Ausgerechnet Gustafsson... der immer mit seinem Image des faulen Burschen kokettierte...

Ich sehe KEINERLEI Berechtigung, dass der Beitragszahler den Herren mittelprächtigen Weltklasseschnupperern die Lustreise nach Sibirien bezahlt.

Ein Skandal ist aber, dass der DSB die Honorarforderungen nicht erfüllen kann. Wo ist das Geld denn geblieben?



gusti will sich ja jetzt nur noch auf schach konzentrieren.

wo das geld geblieben ist!? denke im wahlkampf für herrn weizsäcker. der wird auch einiges kosten
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