Riddler hat geschrieben:Allein die Tatsache, dass sich ein Gustafsson öffentlich eine solche Blöße gibt zeigt doch, dass die Leute durchaus spielen *wollen*.
Einfach so "spielen *wollen*"? Ich habe eher den Eindruck, dass dahinter ein ziemlich großen "Aber" steht ... "Aber die Konditionen müssen stimmen".
Nach der Argumentation von Gusti & Co. ging es wohl darum, dass sie sich mit dem höheren Honorar Zeit für die Vorbereitung und eventuell einen Trainer einkaufen wollten. Nur für die zwei Wochen hinfliegen, Partien spielen und wieder nach Hause fliegen reicht ihren Ansprüchen eher nicht.
Eine andere Frage ist, ob Gustafsson die (vorsichtig gesagt: ungeübte) öffentliche Sponsorensuche wirklich als "eine solche Blöße" ansieht. Zumindest sieht man bei einigen Zeitgenossen (nachzulesen z.B. in manchen Artikeln in Ilja Schneiders Schachzoo) eine recht unverkrampfte Einstellung zum Thema "Ich bin ein Profi, gib mir das Geld."

klötzchenschieber hat geschrieben:Dann gab es doch auch mal richtige Sponsoren - war nicht eine französische Automarke mal an Bord (Citroen)?
Es gab eine französische Automarke (soweit ich mich erinnere war es nicht Citroen) und es gab eine schweizerische Bank bzw. deren Tochterfirma, beide haben sich wg. Krise zurückgezogen. Es gibt immer noch Chessbase. Mehr wohl nicht.
Bei der Sponsorensuche hat der DSB sich schon immer schwer getan. Da gab es auch im Vorfeld der Olympiade in Dresden hehre Erwartungen, die deutlich unterschritten wurden; z.T. wurden früh gemachte Zusagen auch wieder zurückgezogen; insgesamt ein unschönes Kapitel.
Dass das jetzt nicht nur am mangelnden Einsatz und/oder der Unfähigkeit im DSB liegt, sondern es zur Zeit wirklich schwierig ist, sieht man an den Problemen anderer Turniere, wie z.B. Mainz.