Ich beschäftige mich seit einiger Zeit regelmäßig sowohl mit den Partien als auch der Biografie Mikhail Tals. Schade ist, daß, sobald die Sprache auf sein Leben außerhalb des Schach kommt, meist über seinen Alkoholkonsum und exzessiven Lebenswandel, nicht aber über die sonstigen Facetten seiner Person gesprochen wird.
Ich stelle hier mal 3 Links zur Diskussion, von denen der erste nur der Wikipedia Artikel über ihn ist, für diejenigen, die mit den Eckdaten seiner Biografie nicht vertraut sind.
Der zweite Artikel ist ein Interview mit seiner Tochter, die Einblicke in das Familienleben des 8. Weltmeisters gibt, über seine Vorliebe für Literatur usw. spricht. Immerhin hat Tal, nachdem er in der Schule 2 Klassen übersprungen hat, zwei Jahre vor Erlangen des Titels das Studium der russischen Sprache und Literatur beendet und dann noch ein Jahr als Referent der Uni erhalten blieb.
Im dritten Artikel, einem transkripierten Radiointerview mit Garri Kasparow (das Thema war größtenteils Mikhail Tal) wird sowohl seine schachliche Entwicklung als auch sein Verhältnis zum Soviet Regime thematisiert. Sehr interessant finde ich die Tatsache, daß Tal sowohl eine Zeit lang Sekundant Karpows war als dann auch Kasparows Sekundant bei Kämpfen gegen Karpow. Auch, daß Tal eigentlich bis zu seinem Tod de facto immer in den Top Ten der Weltrangliste war ist durchaus bemerkenswerd, vor allem wenn man seinen gesundheitlichen Zustand und seinen Konsum an Genußmitteln bedenkt...
So, hier die drei Links:
http://de.wikipedia.org/wiki/Michail_Tal
http://www.e3e5.com/article.php?id=1275
http://www.chess.com/news/garry-kasparo ... story-1340
Ich hoffe, daß sich in diesem Thread die ein oder andere Diskussion über den Schachspieler und die Person Mikhail Tal entwickelt...
mfg, Casco
