klötzchenschieber hat geschrieben:Lieber Riddler,
ich möchte natürlich nicht, dass dies hier irgendwie persönlich wird, ich entschuldige mich schon jetzt (ernsthaft), wenn dies so angeklungen sein sollte.
Dafür gibts keinen Grund. ich bin nicht aus Zucker und hab Deinen Beitrag schon richtig verstanden.

Nichtsdestotrotz kann ich nicht sehen, welche großartigen Beträge von den Mitgliedern an die Verbände abgeführt werden, die es erlauben würden, eine entsprechende Erwartungshaltung einzunehmen. Der DSB erhält 8 € pro Mitglied und Jahr, dafür sind sämtliche personellen, organisatorischen und sportlichen Belange zu bestreiten - bis hin halt zur DEM. Ist das viel?
Aber zwischen Amateur und DSB haben die Götter noch allerlei Verbäde gesetzt.
Mir geht es - um das nochmal deutlich zu sagen - nicht um die Beträge an sich. Der Punkt, auf den ich hinaus will ist zum einen, dass immer wieder unprofessionelles und (in Ermangelung eines passenderen Wortes) "verschwenderisches" Verhalten im DSB zu beobachten ist. Nur ein Beispiel ist die Sache mit der Unterbringung der Spieler und der Funktionäre bei der Olympiade in Dresden. Ich habe die Details jetzt nicht mehr im Kopf, aber eine kurze Suche bei Google wird das sicher schnell zutage fördern... kurz gesagt: Spieler = weit entferntes und preisgünstiges Hotel, Funktionäre = nahgelegenes, teures Hotel. Solange solche Sachen passieren, finde ich es schwierig, der Basis zu erklären, dass sie mehr zu zahlen hat, damit in Deutschland wieder Spitzenschach gesehen werden kann.
Die andere Sache mit den 20.000 Euro und der Nationalmannschaft, hatte ich ja schon erwähnt, dazu verweise ich nochmal auf das Hilgert-Interview.
Weiterhin ist es - auch das sagte ich schon mal - nicht einfach, dem normalen Amateur, der sich absolut nicht für Spitzenschach interessiert, einen zweckgebundenen Zusatzbetrag abzuverlangen. Denn er verfolgt die Partien nicht und ihn kümmert nicht, wer deutscher Meister wird. Wie willst Du denen einen zweckgebundenen Mehrbeitrag erklären, wenn es dem DSB nicht mal gelingt, überzeugend darzustellen, warum denn vom normalen Beitrag so wenig zweckgebunden ist?
PS: Ja, der Mann ist zwar Lehrer, aber mir dennoch sympatisch. Und das obschon er auch für einen meiner Beiträge mal als Negativbeispiel diente (von wg. ewiger Teilnehmer bei der Deutschen Meisterschaft), seine Beiträge in verschiedenen Foren in letzter Zeit haben meine Bewertung jedoch geändert.
Ich habe absolut nichts gegen Herrn Bastian. Wenn er auch nur ansatzweise so viel Engagement zeigt, wie jetzt in seinen Beiträgen zu lesen ist, dann umso besser fürs Schach.