Bastian neuer DSB-Präsident

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Re: Bastian neuer DSB-Präsident

Beitragvon klötzchenschieber » Mo 6. Jun 2011, 17:11

Lieber Riddler,

ich möchte natürlich nicht, dass dies hier irgendwie persönlich wird, ich entschuldige mich schon jetzt (ernsthaft), wenn dies so angeklungen sein sollte.

Nichtsdestotrotz kann ich nicht sehen, welche großartigen Beträge von den Mitgliedern an die Verbände abgeführt werden, die es erlauben würden, eine entsprechende Erwartungshaltung einzunehmen. Der DSB erhält 8 € pro Mitglied und Jahr, dafür sind sämtliche personellen, organisatorischen und sportlichen Belange zu bestreiten - bis hin halt zur DEM. Ist das viel?

Auch hierzu wieder der Verweis auf

Herbert Bastian Freitag, den 25. März 2011 um 21:11 Uhr

unter

http://www.schach-welt.de/blog/blog/sch ... illigsport

PS: Ja, der Mann ist zwar Lehrer, aber mir dennoch sympatisch. Und das obschon er auch für einen meiner Beiträge mal als Negativbeispiel diente (von wg. ewiger Teilnehmer bei der Deutschen Meisterschaft), seine Beiträge in verschiedenen Foren in letzter Zeit haben meine Bewertung jedoch geändert.
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Re: Bastian neuer DSB-Präsident

Beitragvon linkinkev » Mo 6. Jun 2011, 17:40

50 Cent im Jahr für Übertragungen für vom DSB ausgerichtete Turniere? Oder über welche Turniere reden wir hier?

Da käme meines Wissens doch nur Dortmund und die DEM infrage, wo man für sein Geld guten Schachsport bekommt (und bei Dortmund ist die Beteiligung des DSB doch, sagen wir mal, minimal?!).

Mich würde mal interessieren, wie es in anderen Sportarten ausschaut mit den Verbandsbeiträgen. Vielleicht "verkauft sich Schach auch dort unter Wert?" Ich persönlich empfinde 8 € pro Jahr jedenfalls als nicht so viel.
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Re: Bastian neuer DSB-Präsident

Beitragvon Riddler » Mo 6. Jun 2011, 19:10

klötzchenschieber hat geschrieben:Lieber Riddler,

ich möchte natürlich nicht, dass dies hier irgendwie persönlich wird, ich entschuldige mich schon jetzt (ernsthaft), wenn dies so angeklungen sein sollte.


Dafür gibts keinen Grund. ich bin nicht aus Zucker und hab Deinen Beitrag schon richtig verstanden. :)

Nichtsdestotrotz kann ich nicht sehen, welche großartigen Beträge von den Mitgliedern an die Verbände abgeführt werden, die es erlauben würden, eine entsprechende Erwartungshaltung einzunehmen. Der DSB erhält 8 € pro Mitglied und Jahr, dafür sind sämtliche personellen, organisatorischen und sportlichen Belange zu bestreiten - bis hin halt zur DEM. Ist das viel?


Aber zwischen Amateur und DSB haben die Götter noch allerlei Verbäde gesetzt.

Mir geht es - um das nochmal deutlich zu sagen - nicht um die Beträge an sich. Der Punkt, auf den ich hinaus will ist zum einen, dass immer wieder unprofessionelles und (in Ermangelung eines passenderen Wortes) "verschwenderisches" Verhalten im DSB zu beobachten ist. Nur ein Beispiel ist die Sache mit der Unterbringung der Spieler und der Funktionäre bei der Olympiade in Dresden. Ich habe die Details jetzt nicht mehr im Kopf, aber eine kurze Suche bei Google wird das sicher schnell zutage fördern... kurz gesagt: Spieler = weit entferntes und preisgünstiges Hotel, Funktionäre = nahgelegenes, teures Hotel. Solange solche Sachen passieren, finde ich es schwierig, der Basis zu erklären, dass sie mehr zu zahlen hat, damit in Deutschland wieder Spitzenschach gesehen werden kann.
Die andere Sache mit den 20.000 Euro und der Nationalmannschaft, hatte ich ja schon erwähnt, dazu verweise ich nochmal auf das Hilgert-Interview.

Weiterhin ist es - auch das sagte ich schon mal - nicht einfach, dem normalen Amateur, der sich absolut nicht für Spitzenschach interessiert, einen zweckgebundenen Zusatzbetrag abzuverlangen. Denn er verfolgt die Partien nicht und ihn kümmert nicht, wer deutscher Meister wird. Wie willst Du denen einen zweckgebundenen Mehrbeitrag erklären, wenn es dem DSB nicht mal gelingt, überzeugend darzustellen, warum denn vom normalen Beitrag so wenig zweckgebunden ist?

PS: Ja, der Mann ist zwar Lehrer, aber mir dennoch sympatisch. Und das obschon er auch für einen meiner Beiträge mal als Negativbeispiel diente (von wg. ewiger Teilnehmer bei der Deutschen Meisterschaft), seine Beiträge in verschiedenen Foren in letzter Zeit haben meine Bewertung jedoch geändert.


Ich habe absolut nichts gegen Herrn Bastian. Wenn er auch nur ansatzweise so viel Engagement zeigt, wie jetzt in seinen Beiträgen zu lesen ist, dann umso besser fürs Schach.
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Re: Bastian neuer DSB-Präsident

Beitragvon linkinkev » Mo 6. Jun 2011, 19:21

Riddler hat geschrieben:
Weiterhin ist es - auch das sagte ich schon mal - nicht einfach, dem normalen Amateur, der sich absolut nicht für Spitzenschach interessiert, einen zweckgebundenen Zusatzbetrag abzuverlangen. Denn er verfolgt die Partien nicht und ihn kümmert nicht, wer deutscher Meister wird. Wie willst Du denen einen zweckgebundenen Mehrbeitrag erklären, wenn es dem DSB nicht mal gelingt, überzeugend darzustellen, warum denn vom normalen Beitrag so wenig zweckgebunden ist?


Es kommt doch auch immer auf die Mehrheit an.

Ich denke schon, dass die Mehrheit der Schachspieler sich für die Deutsche Meisterschaft interessieren. Nicht unbedingt ein tägliches Verfolgen der Partien, aber Zusammenfassungen im Internet oder in Zeitungen/Zeitschriften. Dies kommt doch zum Großteil vom Namen "Deutsche Meisterschaft" / "Deutsche Nationalmannschaft", die bei den meisten Deutschen direkt ein Gefühl für etwas Großes erzeugt. Da denkt der ältere Schachfreund an die "guten alten Zeiten" zurück und der jüngere interessiert sich mehr für die jüngeren Spieler.

So oder so, denke ich, dass in der Breite das Interesse an den deutschen Meisterschaften vorhanden ist. Bei uns im Verein gibt es z.B. die alten Mitglieder, die mit Spitzenschach nur dann in Berührung kommen, wenn sie zur Bundesliga gehen, da sie kein Internet haben. Ich wette aber, dass diese dann in der Rochade, die bei uns ausliegt, sich über die Deutsche Meisterschaft informieren werden.

Und wenn die Mehrheit ein Turnier verfolgt, dann würde es sich auch lohnen, dafür einen Extrabeitrag abzuzweigen.

Die, die sich (noch) nicht dafür interessieren, denen muss nur die Möglichkeit gegeben werden, sich zu informieren.
Zuletzt geändert von linkinkev am Mo 6. Jun 2011, 19:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bastian neuer DSB-Präsident

Beitragvon Bauerndiplom » Mo 6. Jun 2011, 19:25

Beunruhigend finde ich die ganzen Rückzüge z.B. vom SK Delmenhorst statt in die 2.Bundesliga gleich Oberliga , im Süden ist es der SV Heidelberg Handschuhsheim , Aufstiegsverzicht der Damen des SK Kaltenkirchen in die 2. Bundesliga und so fohrt .
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Re: Bastian neuer DSB-Präsident

Beitragvon Riddler » Mo 6. Jun 2011, 19:30

Ich denke schon, dass die Mehrheit der Schachspieler sich für die Deutsche Meisterschaft interessieren.


Ich denke, dass Du dich da ziemlich vertust.
In meinem Verein - zugegeben relativ klein, aber immerhin noch >20 Mitglieder und damit im Verband recht ordentlich - gibt es genau 3 Leute, die sich für die DM interessieren. Aller restlichen Spieler können im Zweifel nicht mal etwas mit den Namen der Top 3 Spieler anfangen. Und selbst wenn es so wäre, dass sich mehr als die Hälfte der Amateure dafür interessieren: mit welcher Begründung möchtest Du dem Rest verklickern, dass er nun mehr zu zahlen hat, damit die Profis spielen können?
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Re: Bastian neuer DSB-Präsident

Beitragvon klötzchenschieber » Mo 6. Jun 2011, 21:45

@riddler: Der Absatz bezüglich Bastian bezog sich darauf, dass ich recht häufig seine Beiträge zitiert habe.

Außerdem muss ich Dir leider teilweise zustimmen, was das Interesse an Turnieren wie der DEM betrifft - das betrifft nur eine Minderheit. Ich würde die Minderheit allerdings auf ca. 15-20.000 Schachspieler schätzen (alle über 2000 und die Hälfte der Spieler zwischen 1700 und 2000, alles darunter ist nur selten interessiert.) Aber auch eine solche Gruppe sollte groß genug sein, substantielle Unterstützung mit geringen Beiträgen leisten zu können.

Außerdem sollte man versuchen, durch eine vernünftige DEM, die "Abgefallenen", d.h. die ehemaligen Schachspieler, die beim Einstieg ins Berufsleben den Kontakt zu den Vereinen verloren haben, über solche Veranstaltungen zu reanimieren. Aber dafür braucht man natürlich eine Berichterstattung und Öffentlichkeitsarbeit außerhalb der Schachszene, die diesen Namen verdient.
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