linkinkev hat geschrieben:Meine Frage wäre nun:
Was sind die Vorteile des Modus?
Ist dieser Turniermodus dem normalen Schweizer System zu bevorzugen?
KO-plus-Schweizer System ist eigentlich nicht als "Verbesserung" des Schweizer Systems gedacht, sondern als Ergänzung zum normalen KO-Modus.
Vorteil aus Sicht der Spieler: Sie bleiben auch nach einer Niederlage (oder zwei Niederlagen im Doppel-KO-Modus) im Turnier. Das Turnier wird damit leichter planbar (vergleiche dazu die Kommentare einiger Teilnehmer beim aktuellen World Cup nach unerwarteten Ergebnissen: "Jetzt muss ich mein Flugticket ändern").
Dass möglichst viele Spieler im Turnier bleiben und es nicht leer im Saal wird, ist normalerweise auch im Sinne des Veranstalters (solange er nicht die Kosten für eingeladene Teilnehmer selbst zahlen muss...).
KO-Modus sollte theoretisch mehr Spannung bringen; wie das auf höherem Level funktioniert, ist ja bekannt. Für den Veranstalter vielleicht interessant, dass es am Ende ein eindeutiges Finale zwischen zwei Leuten um den 1. Platz gibt - das kann man für die Öffentlichkeitsarbeit verwerten. Der Organisations-Aufwand ist etwas größer als beim "normalen" Schweizer System (Tiebreak-Partien bei Remis im KO-Modus).
linkinkev hat geschrieben:Bekommt man als Durchschnittsspieler (16-1800) schneller gleichstarke Gegner zugelost im Vergleich zu normalen Open, wo die Gegner-Spielstärke gerne mal stark schwankt?
Nicht generell. Es ist mehr Zufall im Spiel.
linkinkev hat geschrieben:Bietet sich das Turnier für Qualifikationsturniere oder Vereinspokale an?
Bei Qualifikationsturnieren habe ich Bedenken (auch wenn das aktuell im World Cup oder vor ein paar Monaten beim Kanidaten-Finale in Kasan so praktiziert wird). Für eine Bezirksmeisterschaft o.ä. würde ich das nicht machen.
Vereinspokal: Hängt ab vom Interesse der Teilnehmer, ob sie nach einer Verlustpartie weiter im Turnier bleiben wollen. (Bei manchen auch, ob sie ihre Gegner nur aus dem Rennen um den Turniersieg oder ganz aus dem Turnier "rauskegeln" wollen.)