6. Runde - Mittwoch, 30.12.2009
Zwei schnelle Remisen an den Spitzenbretter des A-Turniers deuteten nicht darauf hin, dass es noch spannend werden würde auf der Bühne. Zuerst schlug IM Jurek den oberösterreichischen IM Knoll mit schwarz und stoppte damit dessen Siegeslauf. Dann kamen auch noch Emotionen ins Spiel, da ein Spieler die Figuren so schnell drehte, dass der Gegner schwindelig zu werden drohte – aber wie immer wurde die Aufregung von den Schiedsrichtern familiär und dennoch souverän gelöst. Dann mussten die Stars noch länger auf die Auslosung warten, denn eine Paarung im hinteren Feld endet nicht mit einem Kurzremis, sondern nutzte die neue Bedenkzeit aus, um fast bis Mitternacht zu spielen.
Im B-Turnier hat die Nummer Eins morgen mit Weiß die Chance den Turniersieg klarzumachen. Spannend wird der Kampf um den 3. Platz, denn es lauern 11 Spieler mit 4,5 Punkten auf die Chance doch noch das Treppchen zu erklimmen.
Im C-Turnier könnte es sogar den Zieleinlauf Nummer Eins vor Nummer Zwei geben, aber die Krennwurzn hofft auf den ersten Sieg einer Dame – bitte nicht böse sein meine Herren, aber „ladies first“ sollte nicht nur eine Floskel sein!
Vor 200 war die Schlacht am Bergisel und fast schon solange kommen wackere Tiroler Schachspieler jährlich nach Aschach, um auch hier wilde Schlachten auf dem Holzbrett zu schlagen – leider erlitt einer von ihnen die von der Krennwurzn so ersehnte Höchststrafe. Warum muss es immer die Falschen erwischen, gerne hätte die Krennwurzn dieses Schicksal auf sich genommen!
Aber die Krennwurzn ist diese Jahr in einer Schaffenskrise, es gelingen einfach keine erwähnenswerten Partien. Auch heute wieder ein solider Partieaufbau – kein Mensch weiß wozu das gut sein sollte – und dann in schwieriger Stellung ein kleines Aufblitzen mit einem leidensverkürzenden Zug, aber das ist Krennwurzn Schach der Marke Fernsehschlaf forte.
