patzer78 hat geschrieben:1.Ist immer Weiß am Zug bzw. das Brett immer aus weißer Perspektive?
Falls keine Angaben gemacht werden, gilt die Konvention, dass
a) Weiß am Zug
b) Weiß von "unten" nach "oben" spielt.
ABER
Es kann sein - und das muss zwingend logisch begründbar sein -, dass diese Konventionen eben nicht gelten. Beispiele:
a) Steht Weiß im Schach oder Schwarz hatte keinen letzten Zug, dann ist offensichtlich Schwarz am Zug.
b) Eckfeld links unten ist weiß (das Brett wurde also um 90 bzw. 270 Grad rotiert). Das bedeutet, dass Weiß entweder "links" oder "rechts" sitzt. Stellungsabhängig lässt es sich dann entweder noch präzisieren oder aber man muss beide Fälle als Möglichkeit berücksichtigen.
patzer78 hat geschrieben:2. Bei B geht es da darum, dass die Stellung nicht aus einer legalen Reihenfolge Züge entstehen durfte oder geht es um eine illegale Stellung an sich?
Gegenfrage: Wo siehst du einen Unterschied? Eine legale/illegale Stellung entsteht ja nicht aus dem Nichts. Sie hat immer eine "Vorgeschichte" - eben die Zugfolge, die sie herbeiführt.
Du hast es schon richtig beschrieben: Eine Stellung, die sich durch eine Folge von ausschließlich legalen Zügen ergibt, ist legal; falls es keine solche Zufolge gibt, ist sie illegal.
(Fürs Märchenschach gibt es u.U. abweichende Regeln, aber das bleibt hier ja außen vor.)