von Alois Schachownik » Sa 26. Sep 2009, 13:31
Orbans Bücher fand ich ganz gut... Ich kenne aber nicht alle, nur drei die bei Humboldt erschienen. Das mit dem "é", sowie Diagonalen unbedingt als "Schrägen" zu bezeichnen, ist natürlich ungewöhnlich und etwas eigensinnig, ist aber von ihm (zu) gut gemeint, um Lesefehler und Mißverständnisse zu vermeiden.
Das Schachtaktik-Buch ist möglicherweise sein bestes (sofern es während, oder bald nach der Anfängerphase gelesen wird). Die Idee ist, die typischen Elemente wie Gabel, Fesselung usw. zuerst in "Reinkultur" in Endspielstellungen zu zeigen, und dann mit Partiebeispielen zu illustrieren.
Sein Anfängerbuch finde ich auch nicht schlecht, falls man eine sehr langsame Einführung in vielen kleinen Schritten benötigt, vielleicht für kleinere Kinder oder so, oder wenn jemand "nicht zuviel auf einmal" lernen möchte. Doch die (wiederum ungewöhnlichen) Diagramme, wo die weißen Figuren rot statt weiß sind, haben mich gestört. Sowas ist keine gute Idee, weil jemand der das als erstes Schachbuch hat, sich an etwas gewöhnt das es sonst nirgends gibt. Dasselbe gilt leider für die "Schrägen" und die "é".
Ich glaube, gerade bei Einsteigerbüchern sollten Autoren bei solchen formalen, bzw. Gestaltungsdetails eher mit den Wölfen heulen, d.h. das Vokabular, Aussehen der Diagramme und der Notation möglichst klassisch halten. Denn sonst werden die Lernenden nicht gut auf die andere Schachliteratur vorbereitet.
Gruß, Alois
