Das viel zu komplizierte Buch

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Das viel zu komplizierte Buch

Beitragvon brokkolibube » Fr 26. Dez 2008, 11:38

Hier mal eine allgemeine Frage zur Schachliteratur:
Wie geht man mit Büchern um, die eigentlich viel zu hoch für den eigenen Schachhorizont sind, um? Sich durchrackern und so viel wie möglich mitnehmen? Nur mit kompetenten Trainer ranwagen? In den Tresor legen und aufheben? Aufgeben und gleich verschachern (um dann evtl. geeignete Literatur zu erstehen?)

Der Anlass ist, dass mir vor einiger Zeit Dvoretskis "Analytical Manual" geschenkt wurde. Das Buch macht einen sehr guten Endruck, stellenweise habe ich das GEfühl, wirklich etwas über Schach zu lernen. Aber oft verstehe ich auch einfach nur Bahnhof bei der Lektüre- obwohl ich mir bei jeder Stellung sehr viel Zeit nehme und sie auf dem Brett aufbaue.

Bin gespannt auf eure Meinungen zum Thema.
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Re: Das viel zu komplizierte Buch

Beitragvon stoppelhoppler » Fr 26. Dez 2008, 12:44

Klare, subjektive Antwort von mir: Ein Schachbuch, das einen guten Eindruck macht und nicht doppelt in meiner Sammlung auftaucht, würde ich niiieeee weiterverkaufen.
Ehrlich, da solltest Du geduldig auf Deinen Durchbruch warten. Zur weiteren Entwicklung mußt Du aber tatsächlich auf Lehrmaterial zurückgreifen, was Deinen jeweiligen Leistungsstand nicht sehr stark überfordert - eben richtig fordert und damit anhebt! Bei weiterer Entwicklung wirfst Du dann immer mal einen Blick in die "Brocken" und ich drücke Dir die Daumen, daß der Blick dann bald hängenbleibt und Du mit leuchtenden Augen das Buch bewältigst.

In meiner Jugend stieß ich durch reinen Zufall auf das Buch von Hans Müller "Lerne kombinieren", welches für mich zu Anfängerzeiten sehr viel unerklärliches Material enthielt. Es wurden ja mehr die "Profivarianten" ausgeführt und auch diese nicht immer ausführlichst.
Trotzdem hatte ich immer das Gefühl, daß dieses Buch Schätze enthält, und mit der Zeit und wachsender Spielstärke konnte ich diese Schätze immer häufiger heben.
Es ist mein Buch für die einsame Insel...

Also, gib Deinem obigen buch eine etwas längere Chance - rein ökonomisch könnte natürlich ein Verkauf und ein späterer Rückkauf sinnvoller sein. Doch Schachspieler sind ja eher seltener wirtschaftlichen Gedanken zugetan. ;)
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Re: Das viel zu komplizierte Buch

Beitragvon Jupp53 » Sa 27. Dez 2008, 11:24

Wenn in Deinem Bekanntenkreis ein gleichstarker oder stärkere Spieler ist, dann zeige ihm die erste nicht verstandene Stellung. Die gemeinsame Diskussion/Analyse kann enorm viel bringen.

Evtl. kannst Du einzelne Stellungen auch hier zur Diskussion stellen. Das gibt auf jeden Fall Anregungen für Dich. Evtl. sind das auch Anregungen für ergänzende Literatur, die Dich im Thema weiterbringen. Auf keinen Fall gehört das Buch weggestellt, weil es Dir bereits an bestimmten Stellen weitergeholfen hat. Also hat es einen Ansatz, der Dir etwas bringt.
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Re: Das viel zu komplizierte Buch

Beitragvon AndyF » Sa 27. Dez 2008, 12:04

brokkolibube hat geschrieben:Der Anlass ist, dass mir vor einiger Zeit Dvoretskis "Analytical Manual" geschenkt wurde. Das Buch macht einen sehr guten Endruck, stellenweise habe ich das GEfühl, wirklich etwas über Schach zu lernen. Aber oft verstehe ich auch einfach nur Bahnhof bei der Lektüre- obwohl ich mir bei jeder Stellung sehr viel Zeit nehme und sie auf dem Brett aufbaue.


Wie wäre es das Buch mal an einem Vereinsabend mitnehmen und mit einem stärkeren Spieler durchsehen?
Läuft bei uns im Verein regelmäßig so. Irgendjemand hat dann bestimmte Fragen zu einem Buch z.B. Eröffnung und dann sitzen 2-5 Vereinsmitglieder dabei. Man muß nur aufpassen, daß z.B. die Stellungen nicht immer ausgespielt werden ( leider eine Seuche unter Schachspielern :lol: ).
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