Polu hat geschrieben:Dieser Weg ist selbstverständlich nicht auf Rosen gebettet. Er erfordert die qualvolle und zeitraubende Arbeit des Experimentators.
Klingt einladend, danke.
@ Party: Mit der Dame zwischen f5, g5 und g4 im Dreieck herumzuziehen ist auf Dauer eher eintönig und verspricht weder einen Fortschritt in der Stellung noch einen Erkenntnisgewinn.
Um die Partie interessant zu machen, müsste Weiß weitere Kräfte mobilisieren. Dazu sehe ich zwei Grundideen:
a) Die Dame am Königsflügel parken, so dass Schwarz wegen andauernder Drohungen sich dort nur eingeschränkt bewegen kann, und mit den Bauern vorgehen.
Nach 30.Df5 Sgf8 ist 31.Df4 eine Möglichkeit. Vielleicht steht die Dame besser nicht vor dem eigenen Läufer, außerdem deckt sie d4; die Absicht wäre 32.g4 usw. Eine Frage ist, ob Schwarz schnell genug Verstärkung heranführen kann, z.B. mit Tb8-b6 und Schwenk zum Königsflügel. Das führt wiederum zu der Frage, ob Weiß vorbeugend mit d5-d6 die 6. Reihe verstopfen und zusätzliche Optionen für den Ld3 öffnen kann, obwohl Schwarz das Feld e6 für Turm oder Springer bekommt.
In der Stellung wird dann auch interessant, wer sich wann erlauben kann, die Diagonale a1-h8 zu öffnen. 30.Df5 Sgf8 31.g4 Lxd4 32.Ta2 Dxa2 33.Lxd4 scheint nicht auszureichen; aber das Motiv lässt sich vielleicht später noch anwenden.
b) Die andere Idee wäre 30.Dd2 (wie Joel) mit der Absicht, Türme und Läufer ins Spiel zu bringen. 30...Sgf8 (oder hat Schwarz etwas besseres?) 31.Dc2 Da5 32.Ta2 Dxd5 (32...Db6 33.Ta6 Db7 und Schwarz steht schon komisch) 33.Txa7 oder so. Auch hier mit der Frage, ob man z.B. 31.d6 einstreuen kann.
Die angegebenen Varianten sind auf die Schnelle entworfen und grundsätzlich verbesserungsfähig.