Endspiel Springer gegen Läufer

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Endspiel Springer gegen Läufer

Beitragvon elvis » Mo 26. Jan 2009, 15:26

Bild Weiß am Zug
FEN: 8/5p2/2p3kp/p1b2N2/P3KPP1/2P5/8/8 w - - 0 45

Weiß steht besser. Der letzte Zug von Schwarz, Ld6-c5, war ein Fehler.
Aber, im Sinne des klassischen "Jetzt stellen wir uns mal dumm": Woran erkennt man das?
Warum ist in dieser Stellung der Springer besser als der Läufer?
Worin besteht der weiße Vorteil, wie ist der Gewinnplan gegen die beste Verteidigung?

(Stellung aus:
Short - Kasimdzhanov, Corus (B) R.7, Wijk aan Zee, 24.01.2009
44... Lc5 45.Sh4+ Kg7 46.Sf3 f6 47.Sd2 Lb6 48.Kf5 Kf7 49.Sb3 Kg7 50.c4 1-0)
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Re: Endspiel Springer gegen Läufer

Beitragvon Stratege » Mo 26. Jan 2009, 17:23

Mal mein Versuch, die Lage zu beurteilen: Der gedeckte Zentralspringer kann einige nützliche Felder erreichen: e7 mit Gabel auf König und C-Bauer, d4 mit Angriff auf den c-Bauern und dann weiter auf b3, worauf der a-Bauer fallen könnte. Der schwarze Läufer muss die Einbruchsfelder decken. Weiß hat die Aufgabe, den Schwarzen Läufer zu überlasten. Mit 1. Ke5 nehme ich dem Läufer erstmal das Feld d6 und habe zudem die Stellung des Königs verbessert, er kann auch in die schwarze Stellung eindringen.
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Re: Endspiel Springer gegen Läufer

Beitragvon Jupp53 » Mo 26. Jan 2009, 19:23

Mir ist die Partie bereits live aufgefallen (Altersteilzeit ist eine feine Sache. 8-) ). Short hat m.E. eine Partie für die Lehrbücher gespielt.

Woran erkennt man, dass Weiß besser steht?

Es sind zwei Punkte, die darauf hindeuten. Da ist der Ba5, der den sL immer bindet. Dann ist da der zentralisierte König von Weiß. Der Plan muss es sein, den Bauern c6 nach c5 zu bringen und auf dem schwarzen Feld festzuhalten. Dann hat Weiß den Damenflügel unter Kontrolle und steht im Zentrum durch den König besser.

Allerdings behaupte ich mal frech, dass der durchschnittliche Vereinsspieler extreme Schwierigkeiten hätte, selbst wenn man ihm den Plan vorsagt. (Ich nehme mich nicht aus.)
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