7.d5 a5 im Klassischen KI- was spricht gegen 8.0-0?

7.d5 a5 im Klassischen KI- was spricht gegen 8.0-0?

Beitragvon Cresspahl » Mi 20. Mai 2009, 11:05

Moinsen,

in folgender Stellung ist mir letztens eingefallen, dass es doch eine gute Idee sein könnte, nach

1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 Lg7 4.e4 d6 5.Sf3 00 6.Le2 e5 7.d5 a5

statt des (ich vermute) Hauptzuges 8.Lg5 einfach 8.0-0 zu spielen. Idee ist, nach etwa 8...Sa6 mit 9.Se1 fortzufahren, im weiteren die aus der 7.00-Sc6 8.d5 Se7 9.Se1 -Variante bekannten Manöver zu spielen und da frage ich mich, ob die Position des schwarzen Sb8 (nun a6/c5) statt e7 eher Schwarz oder doch Weiß zupass kommt.

Weiss da jemand Rat?
(18:12:13) Latvian_Gambit: du bist der einzige der mich regelmäßig bügelt
(18:12:15) Latvian_Gambit: no homo
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Re: 7.d5 a5 im Klassischen KI- was spricht gegen 8.0-0?

Beitragvon stoppelhoppler » Mi 20. Mai 2009, 22:32

Mal ganz ohne Nachschlagen und recherchieren:

Die Spielweise sollte man mit den ähnlichen Aufbauten nach 7. 0-0 Sbd7 oder moderner 7. ... Sa6 vergleichen.
Allgemein heißt es, daß d4-d5 in KI stark ist, wenn man mit dem Vorstoß noch ein Tempo gewinnt. Auch steht der S(c6-)e7 im klasischen Abspiel dort noch nicht so richtig glücklich (versperrt der Dame den Weg, versperrt dem Turm (noch f8) manchmal die Deckung von c7 und auch der Lg7 will teilweise über f8-e7-(d8 usw.) umgruppiert werden).
Der Se7 wird daher häufig via g8 (nach Kh8) nach f6 (=Druck gegen e4, Ausflug nach g4 oder h5-g3) oder h6 beordert.
Auf c5 steht ein schwarzer Springer nach d4-d5 ideal und er ist mit a7-a5 auch schon gegen erste Anrempelungen abgefedert.

Kurzum, ich vermute, daß hier klassische Rezepte des Weißen vom Schwarzen ganz gut beantwortet werden können, weil er über eine harmonsische Springerstellung verfügt und weniger Zeit für Umgruppierungen benötigt. Allerdings ist der Sc5 etwas weiter vom K-flügel entfernt, doch bremst er Weiß auch am Damenflügel.
Die Signatur, die Signatur hat nicht immer Recht.
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