Die englisch verteidigung entsteht nach entweder 1.c4 b6 oder 1.d4 e6 2.c4 b6. der grund warum man nicht 1.d4 b6 spielt ist der zug 2.e4, wonach man die owen-verteidigung spielen müsste. ich habe die owen-verteidigung ein paar mal im blitzt ausprobiert (das französische system mit d5) und meiner meinung nach bekommt man im besten fall einfach einen französische verteidigung wo man einen zug verloren hat (Bb7-Ba6 anstelle des direkten Ba6). von dem her will ich nach 1.d4 e6 2.e4 d5 lieber direkt französisch spielen und nur nach 1.d4 e6 2.c4 b6 die englische verteidigung spielen.
jetzt gibts aber ein problem:
1.d4 e6 2.Nf3!?
in der literatur zur englischen verteidigung wird dieser zug natürlich immer "vergessen". was soll man danach spielen? auf 2....b6 folgt 3.e4 Bb7 4.Bd3 und wir sind in einer owen-verteidigung, die ich ja eben verhindern wollte. evtl. 2...b6 3.e4 d5, aber nach 4.exd5 exd5 habe ich ein abtausch-franzose wo der läufer auf b6 nicht wirklich glänzend entwickelt ist. oder gar 4... Qxd5, aber wenn weiss das verlockende 5.Nc3 nicht spielt, worauf 5....Bb4 recht interessant ist, sondern 5.c4 oder 5.Bd2 mit der idee 6.c4 stehe ich doch einfach grausam passiv?
daraus folgt, dass 2...b6 wahrscheinlich nicht der beste zug ist, aber was sonst? 2...d5 kommt nicht in frage, 1.d4 2.Nf3 spieler spielen oft colle oder london, und da ist ein frühes e6 ein geschenk für den weisen. 2...f5 ist interessant, da nach 2.Nf3 die "gefährlichste" stonwall-linie mit Nh3 nicht mehr geht, aber stonewall ist halt schon was ganz anderes (glücklicherweise spiele ich das auch ab und zu, bis jetzt war das meine "lösung").
2...Nf6 geht auch nicht, nach 3.c4 spiele ich auf einmal entweder ein damengambit nach 3...d5 oder ein dameninder, beides will ich nicht spielen.
