Moinmoin,
Das ist die sogenannte
"Othoschnapp-Variante" und sie wurde von
FM Stefan Bücker in der 1985 erschienenen Büchlein
"Gambit 59" angeregt.
Diese Variante trägt ganz klar Bückers Handschrift, da sie erstens einen sauberen strategischen Plan verfolgt und das mit sehr kreativen Mitteln. Diese Originalität stößt bei vielen Schachfreunden auf Unverständnis, aber das ist natürlich nur auf deren schachlich beschränkten Horizont zurückzuführen.
Die strategische Grund Idee ist eine
zentrale Bauernmehrheit mit taktischen Mitteln zu erreichen.
4. Db3!? und lehnt Schwarz das Gambit ab, so hat eben Weiß diese besagte Bauernmehrheit, ein winziger strategischer Trumpf.
Kritisch für diese Variante ist natürlich die Annahme 4. ...dxe4, tatsächlich kann bei beiderseitig bestem Spiel der Anziehende natürlich keinen Vorteil erreichen, Schwarz kann sich eher konolidieren mit Materialvorsprung.
4. ...Sf6 ist aber in meiner Praxis der bedeutend häufigere Zug gewesen. Schwarz hat keine besonderen Probleme hier, aber die Stellungen sind originell und viele (besser gesagt manche, nicht alle!!! um Gottes Willen) Französischspieler sind eben, nun ja, eben nicht so...

Jedenfalls hier ein kurzes Fragment, mit dem ich einige Blitzpartien gewann:
1.e4 e6 2.c4 d5 (2. ...c5 3.Sc3 nebst Botwinnikaufbau und 1-0 nach sauberem Spiel

, in Latvian - 2100 2.Rheinlandpfalzliga, 2006)
3.cxd5 exd5 4.Db3!?/?! dxe4 5.Lc4 De7 (5. ...Dd7!?)
6.Sc3 Sf6 (6. ...c6 ist ein guter Zug)
7.d3! exd3+ und nun entweder
8.Le3 nebst 0-0-0 (die gesündere Ausführung) oder
8.Kf1!? und hier ist die weiße Initiative sehr groß, aber summa summarum nicht außreichend, Fritz kann das bestätigen.
In beide Videos hab ich bislang nur reingeschnuppert.
(23:37:13) linkinkev: keiner von diesen 3 honks [Svidler, Gashimov, Karjakin ] soll jemals in die Nähe des WM-Titels kommen!!!
(23:37:19) Latvian_Gambit: lol
(23:37:21) Latvian_Gambit: wieso?
(23:37:40) Peloton: weil da Schirow hingehört
wie wahr.