[Geck0.Think] CrazyChess in der Straßenbahn

[Geck0.Think] CrazyChess in der Straßenbahn

Beitragvon Geck0tierchen » Mi 10. Aug 2011, 21:27

Anfang Mai spielte das Reptil eures Vertrauens in der näheren Umgebung Hannovers ein Schnellschachturnier. Zur Gegnerschaft gesellte sich auch ein besonders spielstarker [laut der LowScoreschen dwz-statistik der zweitstärkste titellose spieler der schachbunddatenbank] Freund meinerseits. Wir waren bereits zwei Wochen zuvor aufeinandergetroffen, und erneut führte ich die weißen Steine. Da ich in der vorangegangenen Partie gegen sein Caro-Kann mit dem zur Zeit modernen 2.d4 d5 3.e5 eher schlecht aussah und nur mit viel Kampfgeist remisierte, musste schnell eine Alternative her. Während des obligatorischen Kaffeeholens vor der Partie sinnierte ich rasch, 1.b3 zu spielen. Gegen dieses spielte er erfahrungsgemäß 1...d5 2.Lb2 Lg4!, wonach sowohl 3.Sf3, 3.Dc1, 3.g3 als auch das pseudoaktive 3.h3 nebst 4.g4 meines Wissensstandes nach zahnlose Ideen darstellen. Während ich meinen Kaffee bezahlte, brodelte in mir die Idee hoch, 3.f3!?! zu spielen, mit vielfältigen Mischmaschideen, von denen ich mich noch nicht ganz entschließen konnte, ob ich 4.Sh3!? oder 4.e4!?! spielen würde.

Frohen Mutes ging ich also in den Spielsaal, stellte meinen Kaffee ab, setzte mich ans Brett und einen entschlossenen Blick aufs Gesicht. Nach einem freundlichen Händedruck zog ich mit üblicher Routine 1.e4, nahm einen wohltuenden Schluck Kaffee... und hielt inne. Caro-Kann?!?? Perplex schaute ich auf meinen kühn wie immer dreinschauenden e-Bauern. Wie konnte ich mich nur so verraten! Mein kaffeholendes Ich starrte mich jetzt sicherlich wutentbrannt aus dem Limbus der Vergangenheit an. Vergebens die so vor Kreativität strotzende Vorbereitung einer ganzen Minute meines Lebens! Nach kurzem skeptischen Blick und einem Seufzer, der sämtliches gegen Caro-Kann erfahrene Leid ausdrücken sollte, entsann ich mich schlussendlich Shorts 2.Se2!? d5 3.e5 und gewann später eine wunderschöne Partie:


(Stellung nach 24.Dg4-e2!)

Nachdem sich der Rauch einiger Komplikationen hier bereits verzogen hat, findet sich Schwarz mit dem Rücken zur Wand wieder. Aufgrund des Entwicklungsrückstandes muss er hier eigentlich mittels 24...Ld7 (24...Tf6 25.Ta-e1 erhöht die schwarzen Sorgen) einen Bauern nach 25.De4+ nebst Lxe6 und Dxe4 spucken. Als klar stärkerer Spieler auf seine Verteidigungsqualitäten pochend zog er stattdessen

24...Dd7?, was nach
25.De4+ Kh8


(Stellung nach 25...Kh8)

auf das enorm kräftige 26.Lxh6!! traf. Der Tiefsinn der Variante erstreckt sich in 26..Txf1 27.Txf1 gxh6 28.Lxe6 Dxe6 29.Tf8+! Kg7 30.Dxe6, wonach nach 30...Lxe6 der Turm auf a8 hängt.

Der weitere Verlauf des Turniers soll uns hier nicht interessieren (ich verrate ihn dennoch, haha: Ich wurde hinter meinem ansonsten unbesiegten Freund und zwei IMs vierter). Wir springen hingegen zwei Wochen weiter in die Zukunft zu einem anderen Turnier, dass uns auch nicht interessieren soll:

Im Mai fanden die Blitzmeisterschaften des Bezirks Hannover statt. Bereits für die Landesmeisterschaft vorqualifiziert, aber für ein Blitzturnier immer zu haben, fuhr ich also an einem schönen Sonntag mit Straßen- und S-Bahn nach Lehrte, um ein wenig in den gegnerischen Stellungen zu wüten. Auf der 15minütigen Bahnfahrt nach Lehrte dachte ich an mein letztes schachliches Auftreten, eben jenes eingangs erwähnte Schnellschachturnier. Meine Gedanken wanderten erneut zurück zum 1.b3 - Vorbereitungsfauxpas. Ich dachte an mein vergangenes, Prä-Partie Ich, dessen grummelige Miene sich ob meines kurzfristigen Vergessens der 'vorbereitung' gebildet und durch das konstante "Haha, 2.Se2, In your face!" meines Aprés-Partie Ichs sicherlich nicht verbessert hatte. Um mich mit meinen eigenen Geistern der Vergangenheit zu versöhnen, ging ich gedanklich zurück zur Kaffeetheke. Vielleicht spiel ich ja heute 1.b3?

Nagut, rekapitulieren wir nochmal.. 1.b3 d5, 2.Lb2 Lg4! - Hmm, ganz schön subtil für ne Blitzpartie. Kommt das heute überhaupt? Andererseits stellt es ja sofort Probleme. Ok, also 3.f3!? Lh5:


(Stellung nach 3.f3!? Lh5)

OK, und nun? 4.Kf2 ist logisch, scheint aber nicht ganz mit b3+Lb2 zu harmonieren. Zwei Wochen zuvor hatte ich v.a. an e4!? dxe4 De2!, aber auch an Sh3 nebst Sf4 und dem typischen Abgreifen des Läufers überlegt. Während die Niedersächsische Kulisse an meinem Fenster vorbeizog, aus dem ich wie bei jeder Bahnfahrt verträumt-verzückt blickte, streifte ein Zug meine Denkmuster: Wie wärs mit 4.g4!?

Nach den h3-g4 Geschichten ist f4 ja meistens verfehlt, denn zum einen kann Schwarz dann erst zwischenmatt mit e7-e5 drohen, was den f4 verliert, zum anderen schafft es dem Läufer das Figurenfeld e4. Jagt man den Läufer "verkehrtherum", sind beide Probleme entkräftet. Zunächst hielt ich 4.g4 dennoch für eine Schnapsidee, denn mit 4...e5 (! - straßenbahnnotation) stellt Schwarz ja unter Beachtung sämtlicher strategischen Grundregeln (Zentrum und so) "en passant" eine recht unangenehme Drohung mit Dh4# auf. Will man sich hier nicht zum Narren machen, muss man etwas dagegen unternehmen. Doch halt, was ist mit 5.h4! ?


(Stellung nach 5.h4! Vorsicht: sie verlassen hier den positionell abgesicherten Bereich).

Das matt ist "mechanisch" verhindert, der Lh5 droht, abegriffen zu werden... und der e5 hängt! Bereits hier zuckte ein verhaltenes Schmunzeln über mein Gesicht, da ich die Tragweite dieser Stellung bereits erahnte. Genau die richtige Art von Stellung, die wie perfekt zum blind in der straßenbahn analysieren taugt! Versteckte taktische Wendungen allenthalben, und das natürlich abseits jeglicher positioneller Logik. In den folgenden 15 Minuten entwarf ich ein Variantenkonstrukt, welches meine Laune bedenklich hob und meinem zwei wochen alten Ich sicherlich ein Schulterklopfen entlockt hätte.

Während der Pause meiner Analyse spielte ich meine gedankliche Analyse noch einmal am Brett nach, um die Erinnerung aufzufrischen und offensichtliche Fehler auszumerzen. Zu meiner Freude fand ich keine! Höchstens einen kosmetischen Fehler, der am Ende folgt. Da ich die entstehenden Stellungen auch im nachhinein noch recht amüsant finde und mich vor allem die Deckungsgleichheit meiner mitunter verblüffenden Ideen mit der "objektiven" Realität begeistert, hab ich schon seit geraumer Zeit geplant, sie hier reinzustellen.
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Re: [Geck0.Think] CrazyChess in der Straßenbahn

Beitragvon Geck0tierchen » Mi 10. Aug 2011, 23:28

In der Stellung nach



beschäftigte ich mich mit den Zügen 4...e5 und 4...e6. Es ist meiner Ansicht nach übrigens sehr interessant zu sehen, welcher dieser beiden Züge einem als erstes durch den Kopf geht. In meinem Fall war das 4...e5, welcher auch jetzt noch sehr viel attraktiver (weil aktiver) wirkt. 4..e6 sieht sehr viel pragmatischer, zurückhaltender, will nicht sagen: langweiliger aus.

Dennoch beschäftigte ich mich mit diesem als ersten, da ich 4...e5 nach 5.h4 (!) zunächst als etwas zu überoptimistisch bewertete. In Analogie dazu sinnierte ich zunächst über

A) 4...e6 5.h4 Le7:



A1) Zunächst ersann ich das scheinbar "einzige" 6.Sh3 Lxh4+ 7.Sf2, wonach mir auffiel, dass in der e6-variante der bauer auf g7 hängt. Genial! Nach dem "erzwungenen" 7...Lg6 8.Lxg7 Lf6 9.Lxh8 Lxh8 10.c3 ...



baue ich auf meine Mehrqualität. Wo mein König mal hinwandert weiß ich zwar noch nicht, aber das wird hier geflissentlich übergangen.

Hmm OK, das war leicht. Hatte ich was übersehen? Nach dem Prinzip der Eliminierung war das Problem leicht zu sehen: Nach 6.Sh3 Lxh4+ 7.Sf2 hat Schwarz den starken Zwischenzug Lh4-f6!



wonach der b3-Drops gelutscht zu sein schien. Ich versuchte noch irgendne Idee nach 8.Sc3 Lg6 zu finden, aber die weißen Figuren stehen allesamt dämlich. Und jetzt? Das war fies! Plötzlich drohte die Straßenbahnfahrt in langeweile zu versinken. Hätte ich doch bloß ein Buch mitgenommen...

Es galt also wieder, das Eliminierungsprinzip anzuwenden... hmm, 2.Lb2 zurücknehmen? Halt nein, ich wollte ja 4.g4 untersuchen. Wie wärs mit

A2) 6.e4?


(6.e4 - der Nimzo-Larsen - englische 150 Angriff)

Es verbittet sich nun 4...Lxh4+ 5.Ke2 Lf6 aufgrund von 6.e5!, was einen leckeren Läufer einbringt. Leider verbirgt sich der Teufel wie immer im Detail - das Qualitätsopfer 7...Lg6 kommt hier ganz locker aus der Hüfte, da Weiß seine Schwächen nach 8.Lxg7 Lf6 9.Lxh8 Lxh8 garnicht sinnvoll abzählen kann.

Nun, offensichtlich dürfen wir nicht matt gehen, müssen aber den Zwischenzug Lf6 entkräften. Wenn man sich diese Punkte vergegenwärtigt, liegt die weiße Antwort quasi auf der Hand. So fand ich schließlich äußerst genussvoll das geniale

A3) 6.Dc1!!, was nach Lxh4+ 7.Kd1


(6.Dc1!! Lxh4+ 7.Kd1 - das "go west" manöver")

den b2 überdeckt und damit Lf6 entkräftet. In der Stellung nach 7...Lg6 8.Lxg7 Lf6 9.Lxh8 Lxh8 10.c3 += genießt Weiß durch die Mehrqualität erneut soliden Vorteil.

Hurra! Mit 6.Dc1!! ist die Variante gerettet. Wir waren frisch an der Karl-Wiechert Allee vorbei, es gab also noch genug Zeit, sich dem attraktiven 4...e5 zu widmen.

B) 4...e5 5.h4!



Völlig analog besteht die einzige Chance für Schwarz in 5...Le7. 6.Dc1 vermisst hier den Pfiff der A) Variante, da am Ende nur der Bauer auf e5 und nicht der schmackhafte Turm auf h8 winkt. Gleichzeitig raubt es Schwarz seinerseits die Möglichkeit, nach 6.Sh3 Lxh4+ 7.Sf2 den "fiesen" Zwischenzug Lf6 einzustreuen. Es verbleibt bei 7...Lg6, wonach der weiße nach 8.Lxe5 ein gutes altes "zentrumsbauer vs. randbauer" tauschargument als vorteil bringen kann.

B1) Hier erschien mir 8...Lf6 weniger nachhaltig, nach 9.Lxf6 Dxf6 10.Sc3 c6 11.e4


(11.e4 - weißfeldrig in den Tod)

steht Weiß doch eigentlich richtig gut. Ich reklamier nach 11...Se7 12.d4 einfach mal Anzugsvorteil (+=).

B2) Da ich ja immer auf den König gehe, liebäugelte ich natürlich auch mit dem aktiven Bauernopfer 8...h5!? 9.Lxg7 Th7



wonach ich mir noch den Zwischenzug 10.gxh5 Txh5 gönnte, hier allerdings feststellen musste, dass ich vor einer Ruine stehe. Es droht sowohl Lxf2+ nebst Txh1 als auch f6 (nach z.B. meiner ersten Idee 11.Th2), wonach der Lg7 kaltgestellt ist. Schlussendlich fand ich noch eine Pointe in Form von 11.e4 Lxf2+ 12.Kxf2 Th1+ 13.Lb5+



nach 13...c6 14.Dxh1 cxb5 15.Dh8 Ke7 16.exd5 hat Weiß immerhin zum Preis von nur einer Figur neben den zwei bauern auch noch einen zur Jagd freigegebenen König auf weiter Flur:



Dennoch, die Variante erschien mir sehr wackelig. Insbesondere die Tatsache, dass man mittels h5 grässlich unter Druck gesetzt wird und Schwarz sich auch für eine weniger forcierte Variante als Lxf2+ entscheiden kann, sagte mir nicht zu.

Nach einer Weile des grübelns und eliminierens ... schlug ich den Bauern!

C) 5.Lxe5


(die "ja, mit nem brett hätt ich das schneller gesehen" variante).

Das war mir komplett durch die Lappen gegangen. Mittlerweile waren wir in Ahlten vorbei, es waren also nur noch ein paar Minuten bis Lehrte. Aber damit war 4...e5 ja auch abgekanzelt? Bauer mehr, sinnvoll mit Lg3 konsolidieren, Mehrstellung einfahren... ok, noch kurz 1-2 Züge checken. 5...Sc6 6.Lg3 Lg6 trägt die meiste logik, dann 7.e3 und am besten rasch Lb5 oder Ld3...hmm ok, hier gibt es 7..Sb4!?, nach 8.Sa3 gibt es vielleicht Ideen die Da5 involvieren, also doch besser 8.d3 und im nächsten Zug a3 und alles ist.. oh moment, 8...Df6! Nach dem erzwungenen 9.c3 O-O-O hat Schwarz bereits einige entwicklungsfortschritte gemacht und sammelt weiter munter Kompensation.

Nach einer Weile des Grübelns kam ich zu dem Schluss, dass Weiß das ästhetisch forcierte 10.a3! Sc6 11.h4!? spielen sollte, was uns zu folgender Stellung bringt:


(bauern-gegen-figuren variante)

Die Stellung scheint mir im dynamischen Gleichgewicht zu sein. Als praktischen Tip für den Anziehenden bietet es sich wohl an, möglichst viel mit dem erbeuteten Mehrbauern vor der Nase des Schwarzen rumzutanzen.

Fazit: Schwarz kann versuchen, den Weißen mit dem Aufzug des e-bauern direkt matt zu setzen. Nach dem um- und vorsichtigen 4...e6 5.h4 Le7 realisiert Weiß seinen Eröffnungsvorteil mit dem genialen 6.Dc1!!. Etwas schwieriger stelt sich die Lage für ihn nach dem grobschlächtigeren, aber auch aktiveren 4...e5 dar. Wie Variante C) zeigt, kann dieser Bauer genommen werden (was in meiner blinden analyse nicht ganz einfach zu sehen war), wonach Schwarz ausreichende Kompensation durch rasche Damenflügelentwicklung bekommt, Weiß aber munter mit der im 3.ten Zug begonnenen, bauernorientierten Strategie fährt. Zumindest in ästhetischer Hinsicht sammelt er hier eine ganze Reihe Sympathiepunkte.

Zum Abschluss zwei Anmerkungen: Als ich die Sachen am Rechner eingab, stieß ich noch auf die interessante Idee

4.g4 e5
5.h4 Le7
6.Lg2!? Lxh4+
7.Kf1 Lg6
8.c4!



mit der fantastischen Idee, die kompromittierte Lage der schwarzen Läufer auszunutzen. Hieran fasziniert mich insbesondere, dass nichts besser die Entwicklung der beiden schwarzen Läufer strafen kann, als zwei fianchettierte weiße Läufer! (-> g7, b7). Nach 8...dxc4 9.f4! sieht das weiße Konzept plötzlich garnicht mehr so dämlich ist. Aber auch sonst ist die Lage nicht so klar. Die weiße Idee zeigt sich z.B. in 8...Lg3 9.cxd5 Dxd5 10.Th3! Lf4 11.e3 Lh6 12.f4!



oder auch in 8...Lf6 9.cxd5 Dxd5 10.g5! Lxg5 11.f4 Le4 12.Sf3



wonach die weißen Figuren in wenigen Zügen mörderisch aktiv werden. Witzigerweise harmoniert die "ganz normale" Lg2+c4 Idee scheinbar hervorragend mit der "absurden" Lb2-g4-h4 Idee.

Zu guter letzt noch eine Warnung an umsetzungsfreudige Fans: Nach 4.g4 ...



widerlegt 4...Lg6! die gesamte weiße Idee. Da 5.h4 h5 dem weißen nichts einbringt, MUSS er 5.Sh3 spielen, wonach mir 5..Sc6 am einfachsten scheint. Weiß muss seine Idee mit 6.Sf4 fortsetzen, es folgt 6...e5 7.Sxg6 hxg6:



Schwarz hat ein gutes Zentrum, Weiß muss mit dem König laufen.
Zuletzt geändert von Geck0tierchen am Do 11. Aug 2011, 01:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: [Geck0.Think] CrazyChess in der Straßenbahn

Beitragvon Jupp53 » Mi 10. Aug 2011, 23:53

Gut erzählt! :)
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Re: [Geck0.Think] CrazyChess in der Straßenbahn

Beitragvon elvis » Do 11. Aug 2011, 12:22

Geck0tierchen hat geschrieben:Nach einer Weile des Grübelns kam ich zu dem Schluss, dass Weiß das ästhetisch forcierte 10.a3! Sc6 11.h4!? spielen sollte, was uns zu folgender Stellung bringt:


(bauern-gegen-figuren variante)

Sehr prinzipiell.
Das "ästhetisch forcierte" lässt an Tony Miles selig denken. :geek:
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Re: [Geck0.Think] CrazyChess in der Straßenbahn

Beitragvon linkinkev » Do 11. Aug 2011, 13:02

Die Straßenbahn muss ich auch mal probieren; frei nach dem Motto: "Ich will das, was er gerade hatte". :D
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Re: [Geck0.Think] CrazyChess in der Straßenbahn

Beitragvon WilhelmHH » Mi 14. Mär 2018, 04:52

Geck0tierchen hat geschrieben:, ob ich 3. f3 Lh5 4.Sh3!? oder,

...

aber auch an Sh3 nebst Sf4 und dem typischen Abgreifen des Läufers überlegt.


Deshalb halte ich 3. f3 Lf5 für genauer. Denn

Geck0tierchen hat geschrieben:Nach 4.g4 ... widerlegt 4...Lg6! die gesamte weiße Idee. Da 5.h4 h5 dem weißen nichts einbringt, MUSS er 5.Sh3 spielen, wonach mir 5..Sc6 am einfachsten scheint.


ginge dann ebenso.
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