Englischer Angriff auch gegen 1. ... e5

Englischer Angriff auch gegen 1. ... e5

Beitragvon project_chaos » Fr 18. Dez 2009, 09:28

hallo,

ich hab nun gegen sizi einen für mich guten aufbau gefunden mit f3 und 0-0-0 (englischer angriff oder zumindest der versuch eines englischen angriffs)

nun meine frage, kann ich diesen aufbau auch gegen 1. ... e5 ohne gefahr anwenden?oder muss ich da auf was aufpassen oder hat das system sogar einen namen.

momentan spiele ich och danish gambit, aber das ist mir nicht scharf genung, bzw bei besten schwarzen spiel geht es einfach in ein endspiel über.
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Re: Englischer Angriff auch gegen 1. ... e5

Beitragvon Anderssen » Fr 18. Dez 2009, 10:40

Es gibt in Spanisch, Schottischem Vierspringerspiel und Dreispringerspiel einige Nebenvarianten, in denen sich Weiß tatsächlich so aufbaut.
Das ist aber kein Patentrezept gegen 1....e5, insofern solltest Du schon ein "richtiges" Repertoire erlernen. ;)
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Re: Englischer Angriff auch gegen 1. ... e5

Beitragvon project_chaos » Fr 18. Dez 2009, 11:05

da bin ich ja noch auf der suche, mir ist nur aufgefallen, das mir dieser spieltypus (englischer angriff) liegt und ich um einiges besser spiele als in anderen stellungsbildern.
kann mir da jemand was empfehlen, das in diese richtung geht?
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Re: Englischer Angriff auch gegen 1. ... e5

Beitragvon Peloton » Fr 18. Dez 2009, 11:17

Ich weiß nicht genau wie das funktionieren soll und welche Zugfolge Du meinst, aber nach 1. e4 e5 2. Sf3 Sc6 3. d4 (offen, wie im SIzilianer -- auch Schottisch genannt :) ) 3... exd4 4. Sxd4 Sf6 ist 5. f3 schlecht wegen dem Standardzentrumsgegenschlag für solche Fälle 5...d5 (wohl am besten) oder evtl. auch 5...Lc5 (6. Sb3 Lb6 7. Sc3 gegen d5 gerichtet, egal 7...d5 8. ed5 Sb4. Aber hier ist evtl. 8. Lg5 besser mit komplizierten Spiel und wenig Ähnlichkeit mit englischem Angriff) und es ist eher Weiß der um Ausgleich kämpfen muss. Der Unterschied zum Sizilianer liegt in der offen e-Linie und der geschwächten Diagonale g1-a7, auf der Schwarz mit einem Läufer auf dieser Diagonalen Weiß belästigen kann.

Nur nach Schablone zu spielen ist keine gute Idee. Es behindert Dich Deiner schachlichen Weiterentwicklung und erleichtert es Deinen Gegner auf Dich einzustellen, insbesondere dann, wenn, wie im vorliegende Falle, die Schablone gar nicht so richtig passt.
der Klassiker ist noch immer der Theohäretiker Stefan Bückner,obwohl das Buch nicht allzu gut ist
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Re: Englischer Angriff auch gegen 1. ... e5

Beitragvon project_chaos » Fr 18. Dez 2009, 11:23

hm dann werd ich jetzt doch öfter mal das königsgambit probieren, aber solange bleibe ich noch bei danish ;).

danke für eure antworten.
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Re: Englischer Angriff auch gegen 1. ... e5

Beitragvon TheKillerGrob » Fr 18. Dez 2009, 16:28

Ich kann Peloton da nur zustimmen; der Unterschied vom Englischen Angriff und einem ähnlichen Aufbau gegen e4 ist der, dass Schwarz irgendwann ...Lc5 spielen kann, und dann macht sich diese Schwäche auf der Diagonalen deutlich bemerkbar; im Sizilianer ist das so nicht möglich.
Aber was spricht weiterhin gegen das Dänische Gambit? Ich spiele es selbst mit gutem Erfolg; die Endspielvariante, die du meinst entsteht in der Schlechter-Variante; nun dieses Endspiel ist bei richtigem schwarzen Spiel tatsächlich ausgeglichen, allerdings geben viele ältere Werke nach der bekannten Abwicklung den Zug ...c5 an mit Ausgleich, was nicht richtig ist; insofern kann man auch dort zu (leichtem) Vorteil kommen; weiterhin hat Weiss die Möglichkeit noch abzuweichen, indem er den zweitbesten Zug Sc3 anstatt Lxf7 macht; theoretisch ist dies ungenau, aber praktisch ist der Zug mit einigen Fallstricken verbunden. Wenn du eine gute Quelle für das Dänische Gambit und artverwandte Eröffnungen (Halb-Dänisch, Göringgambit, Schottisches Gambit, Urusov-Gambit )haben willst, besorg dir "Danish Dynamite" von Müller&Voigt.
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Re: Englischer Angriff auch gegen 1. ... e5

Beitragvon project_chaos » Sa 19. Dez 2009, 13:14

das buch hab ich, genauso wie die dvd von nigel davis. :)

das buch finde ich aber zu varianten lastig und zu wenig erklärung von den ideen.
Zuletzt geändert von project_chaos am Sa 19. Dez 2009, 14:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Englischer Angriff auch gegen 1. ... e5

Beitragvon project_chaos » Sa 19. Dez 2009, 14:30

wie oft kommt bei dir folgende variante mit Sc3 vor?


1. e4 e5
2. d4 exd4
3. c3 dxc3
4. Bc4 cxb2
5. Bxb2 d5
6. Bxd5 Nf6
7. Nc3 Nxd5
8. Nxd5 c6
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Re: Englischer Angriff auch gegen 1. ... e5

Beitragvon TheKillerGrob » Sa 19. Dez 2009, 18:21

Nun die Stellung nach Sc3 hatte ich bisher einmal auf dem Brett soweit ich mich erinnern kann; ja ..c6 ist ja schon ein Patzer, wie du weisst; ich denke ,der Zug (Sc3) ist besser als sein Ruf; die Schlechter-VArinate bekomme ich allerdings nur selten aufs Brett, obwohl sie doch allgemein als "Widerlegung" bekannt ist.
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Re: Englischer Angriff auch gegen 1. ... e5

Beitragvon DerSiedler » Sa 19. Dez 2009, 18:31

Also falls du generell auf heterogene Rochaden stehst, ist das Mittelgambit vielleicht 'ne Idee, wobei man nicht mit Eröffnungsvorteil rechnen sollte.
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