Geck0tierchen hat geschrieben:...
Ob dir diese Aufzählung hilft, ist eine Sache, denn eine Diagnose ersetzt keine Therapie. Gerade diese drei Punkte sind natürlich etwas, dass man relativ schlecht alleine trainieren kann.
Da bin ich etwas anderer Meinung.
Man kann/könnte diese Punkte allein trainieren, doch man muß den Erfolg auch kontrollieren.
Und bei der Kontrolle dürfte es besser sein, wenn jemand anders in die Kontrollaufgabe einbezogen wird.
Wenn ich mir elvis Problemdarstellung so durchlese, dann habe ich fast das Gefühl, daß er teilweise zuviel sucht und "anrechnet". Vor den Kandidatenzügen kommt die Motiverkennung bzw. der Motivanzeiger. Werden Motive erkannt, dann folgen daraus mögliche Kandidatenzüge.
Wie unterscheidet man nun relevante von irrelevanten Motiven und reduziert gleichzeitig Kandidatenzüge
Ich weiß es nicht und setze auf Erfahrung und hängengebliebene Muster. Ohne ein Motiv oder Muster kann ich gar keine Züge vorausberechnen. Dann entscheide ich mich nach strategischen Überlegungen wie Aktivierung der am wenigsten wirksamen Figur, Druck gegen ein Schwäche des Gegners oder auch sicherung einer eigenen Figur oder eines Feldes.
Insgesamt rechne ich während einer Partie recht wenig - anscheinend zu wenig, um das Leistungsniveau noch einmal zu erhöhen.
Ich habe aber auch festgestellt, daß ich die Kombinationsfähigkeit durch intensiveres Taktiktrianing immer mal wieder nachschulen muß, weil Motive übersehen werden/verloren gehen und insgesamt die Fähigkeit, Varianten zu berechnen abnimmt.
Zum Training der Variantenberechnung empfiehlt es sich durchaus, mal Endspielpositionen durchzurechnen. Hier ist häufig eine größere Suchtiefe erforderlich, während Motive und Kandidatenzüge näherliegen.
