Soweit, so gut. Ich habe mit Weiß gegen einen nominell wesentlich stärkeren Gegner eher verhalten gespielt, Schwarz hat irgendwann mal den Faden verloren und ist nach 16. ... e5 in Nachteil geraten. Die entscheidende Stellung ist die vor dem 23. Zug von Weiß...
An dieser Stelle habe ich etwa 20 MInuten lang überlegt, wie man diese Position fortsetzt. Offenkundig ist, dass Weiß besser steht. Obs zum Gewinn ausreicht, ist nicht klar, aber zumindest muss Schwarz sich strecken. Allerdings fehlte mir in der Stellung ein Plan. Alle Figuren stehen auf den Feldern, die ich als optimal betrachte, alle Figuren haben eine Funktion und jede Änderung der Stellung bringt nur Nachteile mit sich. Ich habe mich schließlich für den "Nicht-Zug" 23. a3 entschieden, mit der vagen Idee, der Dame das Feld a2 (-> f7) zugänglich zu machen. Der Zug schwächt natürlich den a-Bauern, aber ich habe nicht gesehen, wie Schwarz das ausnutzen kann. Nachdem mein Gegner dann 23. ... Tc8 gezogen hat, hat er mir Remis angeboten, was ich angenommen habe, da der Mannschaftskampf zu dem Zeitpunkt ohnehin schon entschieden war und ich nicht noch 2 Stunden am Brett verbringen wollte...
Die Frage ist also:
Was könnte Weiß in der vorliegenden Stellung ziehen? Was sind die Pläne, worauf sollte man achten?
