Peloton hat geschrieben:
Ich verstehe nicht ganz dein Problem. 1...c6 ist zum Einen kein Indiz für einen Betomkopf, der nur remis will. In der Partie hatte ich nicht den Eindruck, dass dein Gegner nur klammert. Zum anderen hast du doch die ganze Partie eine asymmetrische Bauernstellung gehabt.
Er hat in der Partie immerhin zwei Mal Remis angeboten (Im 13. und im 24. Zug).
1. ...c6 deutet für mich auf einen Aufbau mit d5 (und vielleicht e6) hin, der mich als jemand, der gerne c4 spielt, dann irgendwann zu d4 zwingen würde.
Danach würden sich dann Damengambitartige Stellungen ergeben.
Damit kenne ich mich aber nicht aus und die danach entstehenden Stellungen mag ich nicht sehr gerne.
Ich denke, dein Problem liegt irgendwo anders. Du hast selbst sehr harmlos auf den Aufbau deines Gegners reagiert. Dein Gegner hatte dadurch keine Mühe auszugleichen. Vielleicht stand er sogar einen Tic besser. Erst nach dem Fehler 33...Sxb4? kamst du in Vorteil. 33...Kf8/Se4/Sxg4 waren alles bessere Möglichkeiten.
Vermutlich musst du dich aggressiver aufbauen, wenn du da was erreichen willst. Das Londoner Setup hat hier nicht so gut funktioniert. Alternativen wären Aufbauten mit c4 oder nach nach 4...Lg4 direkt Se5 Lf5 und g4.
Das Londoner System war auch mehr so eine Art Notlösung, nachdem ich herausbekam, dass mein angestrebtes Englisch wohl nichts werden würde.
Die Idee mit Se5 und g4 hört sich interessant an.
Dass ich mich aggressiver aufbauen muss, denke ich auch, die Frage, die sich mir stellt, ist nur: Wie, ohne dass ich Theorie lernen muss?
