ich habe im Mai 2009 ein Fernschachexperiment gestartet, um mal praktisch zu überprüfen, welche der folgenden beiden Thesen näher an der Realität ist:
- Im Fernschach reicht pure Computerkraft aus, um erfolgreich zu sein. Der "menschliche Faktor" trägt fast nichts zur schachlichen Leistung bei.
- Im Fernschach ist der "menschliche Faktor" entscheidend für den Erfolg. Die meisten Spieler nutzen technische Hilfsmitte bereits optimal aus, so dass ein reiner Computerspieler kaum Erfolg im Fernschach hat.
Nach der erfolgreichen Absolvierung einer "Guide-Partie" und Aufnahme in den Fernschachclub spiele ich seit Juni 2009 in einem richtigen Fernschachturnier beim DESC mit, Bedenkzeit ist 10 Züge in 30 Tagen und es gibt keine Höchstspieldauer. Dabei spielen aber nur meine Engines, ich führe nur die Züge aus, d.h. der "menschliche Faktor" beträgt bei mir 0%. Das Turnier wird sicherlich mehrere Jahre dauern, denn es wird mit 16 Leuten im Schweizer System gespielt (5 Runden).
Partien und Infos zum Turnierverlauf kommen in diesen Thread.
Meine erste Partie ging ziemlich flott und war vor gut einer Woche zu Ende (Spieldauer: ~3 Monate), ich muss jetzt noch ein paar Monate bis zur Beendigung aller Erstrundenpartien warten, danach geht's weiter.
