eine eigene Turnierpartie

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eine eigene Turnierpartie

Beitragvon Stratege » Sa 31. Jan 2009, 02:23

Kürzlich war das Spiel gegen die Eröffnung aus dem Thread geschlossene-spiele-f31/wie-gegen-merkwuerdiges-schwarz-system-1-sa6-spiel-t213.html . Hier die Partie:

1.d4 d6
Aha, eine "Neuerung" des Gegners.
2.Nf3
Die Vorbereitung war zwar, gegen Pirc zu spielen, was ich nach 2. e4 auf dem Brett gehabt hätte, aber gegen 2... e5 wäre ich sofort out of book gewesen.
2... g6
3.e4 Bg7
4.Be2 Nf6
5.Nc3 O-O
6.O-O c6
7.a4

Trifft die Vorbereitung ganz gut: Klassisches Pirc ist auf dem Brett. a4 ist hier der Standard-Zug, wenn Schwarz mit b7-b5 droht.
7...Nbd7
8.h3

h3 ist mal gut, mal ist es einfach ein Tempo-Verlust. So ganz genau verstehe ich das leider auch nicht. :roll: Im späteren Partieverlauf sieht man sehr deutlich, dass die schwarzen Felder auf dem KF durch diesen und einen weiteren Zug sehr stark geschwächt wurden. Statt dessen Tf1-e1 oder vielleicht auch a4-a5 spielen?
8...e5
9.Be3 exd4
10.Nxd4

Lxd4 ist wohl besser?
10... Re8
11.f3

Um den e4-Bauern zu halten. Die Löcher auf den schwarzen Feldern sind natürlich sehr unangenehm.
11... Nh5
12.Qd2 Ng3
13.Rf2 Ne5
14.f4

Der Bauer wurde nur drei Züge vorher auf f3 gestellt, um den Bauern e4 zu decken. Dass dies den Bauern einstellt wurde mir erst nach dem gegnerischen Zug klar. :oops:
14...Nd7
15.f5

Aktiv spielen, um noch im Spiel zu bleiben.
15... Nxe4
16.Nxe4 Rxe4
17.fxg6 hxg6
18.c3 Ne5
19.Raf1 Qe7
20.Bg5 Qc7
21.Bf6 Be6
22.Qg5 Qd7
23.Rf4 Rxf4
24.Rxf4 Bxf6
25.Qxf6 Qd8

Die Idee, einen Turm auf die H-Linie zu bringen und Matt zu setzen ging nicht ganz auf, aber immerhin sollte Weiß jetzt den Bauern ohne Stellungsnachteil zurückgewinnen.
26.Nxe6 Qxf6
27.Rxf6 Nd7

Diesen Zug habe ich völlig übersehen: Zum Glück ging noch etwas:
28.Nc7 Rc8
29.Rxd6 Rxc7
30.Kf2 a5
31.b4 axb4
32.cxb4 Kg7
33.Ke3 Nf6
34.Bf3 Re7+
35.Kd4 Nd7

mit Remis-Gebot, was ich annahm, weil ich den ganzen Abend schon etwas müde und unkonzentriert agiert habe.
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Ich-Gegner.pgn
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Re: eine eigene Turnierpartie

Beitragvon elvis » Sa 31. Jan 2009, 13:03

4.Le2 Ich habe nie verstanden, weshalb jemand mit Weiß Pirc spielen will, wenn er Königsindisch spielen kann.
Der weiße Eröffnungs-Aufbau ist ziemlich zahm. Schwarz hat nach 10 Zügen mindestens Ausgleich, wenn nicht mehr als das.


11.f3? Schwächt nicht nur die schwarzen Felder, sondern die e-Linie, die Schwarz soeben mit seinem Turm besetzt hat, und verliert dadurch einen Bauern. Besser war 11.Ld3. Weiß muss hier schon auf Verteidigung spielen.
11... Sh5?
11... d5 12.Sb3 (12.Ld3? c5 13.Sdb5 d4 - Schwarz gewinnt eine Figur) 12... dxe4 13.Te1 (13.fxe4 Sxe4 14.Sxe4 Txe4 ist eher noch schlechter für Weiß) 13...exf3 14.Lxf3

19... De7? Ein glatter Tempoverlust, der mitschuldig daran ist, dass du 10 Züge später den verlorenen Bauern zurückbekommst. Die Antwort 20.Lg4 war ja wohl vorhersehbar. -
Schwarz hat hier allmählich Probleme durch seine rückständige Entwicklung und die mangelhafte Koordination seiner Figuren. Der Te4 kann sich nicht bewegen, Lc8 und Ta8 spielen nicht mit. Es ist nicht einfach, hier einen überzeugenden Plan für Schwarz zu finden. Fritz will partout die Bauern nach d5 und f5 schieben, was etwas Raumgewinn bringt; f5 ist aber im Hinblick auf die aufgerissene Königsstellung ziemlich verpflichtend.


22.Dg5 lässt die Möglichkeit aus, den schwarzen Königsflügel zu schwächen
22.Sxe6 fxe6 23.Ld1 mit der Idee Lc2, der Angriff auf den Te4 und auf g6 sollte Weiß wieder in Vorteil bringen

23.Tf4 Nach Turm-, Läufer und Damentausch wird das Endspiel remislastig.

33.Ke3? Sf6?
33... Sb6 34.a5 Sd5+ 35.Kd4 Sxb4 36.Kc5 Te7 - Schwarz gewinnt einen Bauern; wegen seiner aktiven Stellung hat Weiß trotzdem noch Remischancen.
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