Andrzej's Verlustpartien

Hier könnt ihr Eure Partien vorstellen und diskutieren.

Re: Andrzej's Verlustpartien

Beitragvon Tobi » Do 26. Aug 2010, 09:34

Könntest du vllt. einige Anmerkungen zu den gespielten Eröffnungen machen ? Dein h5 im Nerddorf wirkt recht merkwrüdig, ich kenne das Motiv allerdings auch nur aus dem Igel, ist der Zug zu dem Zeitpunkt wirklich sinnvoll ?
Ansonsten fällt mir auf, dass du irgendwie keine langfristigen Pläne verfolgst, sondern alle 4-5 Züge irgendwie neue Ideen hast und dann deine Truppen wieder umstellst. Vllt. habe ich mir das auch nur eingebildet ;)
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Re: Andrzej's Verlustpartien

Beitragvon Andrzej » Do 26. Aug 2010, 12:22

Eigene Kommentierungen finde ich sehr gefährlich, d ich werde nicht alles berücksichtigen können, was ich in der Partie gedacht habe, zum anderen weiß ich das auch nicht mehr so genau. Ausserdem will ich, dass falls jemand sich die Partien anschaut, die unbeeinflusst anschaut. Zum anderen kenne ich einfach zu viele schlechte kommentierte Partien in "anderen" Schachforen, die abschreckend auf mich wirken. Will jetzt keine Namen von Usern von diesen Foren machen die man auch hier kennt, aber ich denke jeder weiß auf welche art von kommentierten partien ich anspiele.
Falls es dennoch Fragen gibt, kann ich sie ja berücksichtigen.
So hatte das frühe h5 folgenden Grund: Das war eine Partie gegen meinen sehr guten Schachfreund und "Rivalen"(ich denke so jemanden sollte jeder Schachspieler haben, um sich gegenseitig zu pushen. :P ) mit dem ich gleichzeitig angefangen habe Vereinsschach zu spielen. Wir fahren seitdem sehr oft gemeinsam auf Turniere und kennen unser gegenseitiges Spiel In- und Auswendig. Dennoch sind wir zwei Schachspieler, die keinen halt davor machen, auch wenn wir gegeneinander gelost werden unsere Partien auszuspielen, anstatt Remis zu vereinbaren. Jetzt war es so, dass wir auf der Zugfahrt zu diesem Turnier (3-4 Stunden) wieder mal etliche Partien gespielt haben. Dort habe ich anstatt h5!?, Sc6 gespielt was HV ist. Dann kam allerdings oft seinerseits Lh5 aufs Brett, was mich am Königsflügel unangenehm unter Druck setzte. Daher habe ich mich am Brett für diese Nebenvariante entschieden. h5 ist zum anderen ein bekanntes Motiv in dieser Variante, die oft später sowieso oft kommt.

Gruß Andrzej
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Re: Andrzej's Verlustpartien

Beitragvon Andrzej » So 31. Okt 2010, 19:30

Heute trotz einer Stunde länger ausschlafen wegen Zeitumstellung verloren. Unsere Mannschaft kam so nicht über ein 4-4 hinaus. :-(

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Re: Andrzej's Verlustpartien

Beitragvon Andrzej » So 2. Jan 2011, 20:22

Solche Stellungen wie Zeitweise gehabt, schaffe nur ich zu verwerfen. :o :lol:




Ab dem 35 Zug habe ich meine Züge nicht mehr aufgeschrieben, da bullet gespielt. So oder so ähnlich kam es dann aber wohl.
Ab den 23. Zug nur 5 minuten für rest der partie.
Da ich das letzte mal in einer kritischen stellung mir zu wenig zeit genommen habe und dann auch noch verlor, habe ich an den zügen 13. Sxd8 45 min überlegt (kandidaten waren noch Lf4 und 0-0-0) naja und an den nächsten 30min und 15 oder so.
So kam ich schnell in zeitmangel..
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Re: Andrzej's Verlustpartien

Beitragvon Andrzej » Mo 3. Jan 2011, 23:40

Wer denke, auf einem Turnier kann man ja mal so eine Partie haben, der siehe dass man auch eine zweite Partie haben kann, die man einfach wegwirft.
Nachdem ich 24.Shf6 gespielt habe, hat sich mein Gegner bekreuzigt.

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Re: Andrzej's Verlustpartien

Beitragvon elvis » Di 4. Jan 2011, 01:25

Andrzej hat geschrieben:Da ich das letzte mal in einer kritischen stellung mir zu wenig zeit genommen habe und dann auch noch verlor, habe ich an den zügen 13. Sxd8 45 min überlegt (kandidaten waren noch Lf4 und 0-0-0) naja und an den nächsten 30min und 15 oder so.

Du übertreibst.
Dermaßen viel Zeit solltest du allenfalls dann aufwenden, wenn du eine letzte Rettung suchst, um die Partie nicht zu verlieren.
Ansonsten kannst du auf diese Weise die Partien im halben Dutzend wegwerfen. Du hast nicht die Sicherheit, um so eine Stellung mit Mittel- und Endspiel halbwegs fehlerfrei herunterzublitzen.
(Ich kenne so einen Zeitverbrauch von einem ehemaligen Vereinskameraden, der das regelmäßig so trieb, aber er hatte erstens mindestens 10 Jahre mehr Erfahrung, und zweitens seine Partien so angelegt, dass er möglichst früh in halbwegs übersichtliche Ednspiele kam, wo er dann einigermaßen ordentlich gescort hat.)

Außerdem habe ich den Eindruck, dass du bei dem langen Zeitverbrauch zu wenig über längerfristige Pläne nachgedacht hast. 18.De1 sieht zu passiv aus, und das folgende Manöver De1 - c3 - a5 - d2 - f2 wirkt eher unmotiviert. Da fängt es schon an, dass du die Partie aus der Hand gibst.
Sd4 war gut, solange du die Drohung hattest, mit dem Springer auf c6 zu schlagen. Als du den Zug gespielt hast, war es zu spät dafür, da war c6 ausreichend gedeckt.
Im 45. oder 46. Zug hättest du auf a6 schlagen können, mit der Aussicht, die Partie vielleicht noch zu retten. Warum hast du das nicht gemacht? Noch immer bzw. schon wieder Zeitnot? Oder zuviel (wahlweise zu wenig) Taktiktraining, das dich auf die Idee gebracht hat, du könntest den eher unwichtigen Bauer auf h5 "wegtricksen"?

:geek:

Zur zweiten Partie:
Andrzej hat geschrieben:Nachdem ich 24.Shf6 gespielt habe, hat sich mein Gegner bekreuzigt.

War das wieder dieselbe Zeitnot oder ganz normale "Blindheit"?
Bis dahin war das sehr ordentlich gespielt. Nach dem Einsteller habe ich den Eindruck, dass du nicht konsequent versucht hast, deine verbliebenen Möglichkeiten zu aktivieren. Du hast an beiden Flügeln jeweils einen Mehrbauern - der ist erstmal nicht sehr beweglich, aber du tust auch nichts, um die Bauernstruktur zu deinen Gunsten zu verändern.
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Re: Andrzej's Verlustpartien

Beitragvon Tobi » Di 4. Jan 2011, 10:56

Andrzej hat geschrieben:
Da ich das letzte mal in einer kritischen stellung mir zu wenig zeit genommen habe und dann auch noch verlor, habe ich an den zügen 13. Sxd8 45 min überlegt (kandidaten waren noch Lf4 und 0-0-0) naja und an den nächsten 30min und 15 oder so.
So kam ich schnell in zeitmangel..


Mir fällt grad nicht ein von wem der Spruch kommt, aber irgendwer hat mal sinngemäß gesagt, wer für einen Zug länger als 30 Minuten investiert, bei dem geht zumindest dieser Zug mächtig in die Hose. Mir persönlich gefällt der Spruch und ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass dies wirklich sehr oft zutrifft. Die Frage bei so einem Zeitverbrauch ist natürlich auch wie stark du blitzt bzw. wie gut dein Eröffnungswissen ist. In meiner letzten Partie habe ich 15 Züge Drachentheorie gespielt und hatte beim 35 Zug trotzdem nur noch ca. 10 Minuten auf der Uhr, also eine Frage der "Technik" !?

Insgesamt hat Elvis aber Recht: 45 Minuten würde ich auch nur reinstecken, wenn die Partie sonst verloren ist und du nach einer Rettung suchst.
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Re: Andrzej's Verlustpartien

Beitragvon JerryCotton » Di 4. Jan 2011, 11:29

Bei dem 30 Minuten Spruch gebe ich dir zm Teil recht.
Der nach 30 Minuten gespielte Zug ist oft schlecht. Vermutlich aber eher, weil der Spieler die Stellung nicht durchschaut und deshalb ins Grübeln kommt. Ich persönlich überprüfe deshalb regelmäßig meine Zeit während der Partie und setze mir prsönlich weitere Zeitkontrollen.Z.B 45 Min. für die ersten 20. Wenn ich merke, das ich zeitlich zu sehr von meiner Marschroute abweiche zwinge ich mich schneller zu ziehen.
Das ist wahrscheinlich ungefährlicher als die letzten 20 Züge zu Blitzen.
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Re: Andrzej's Verlustpartien

Beitragvon Andrzej » Di 4. Jan 2011, 16:30

elvis hat geschrieben:[...]
Im 45. oder 46. Zug hättest du auf a6 schlagen können, mit der Aussicht, die Partie vielleicht noch zu retten. Warum hast du das nicht gemacht? Noch immer bzw. schon wieder Zeitnot? Oder zuviel (wahlweise zu wenig) Taktiktraining, das dich auf die Idee gebracht hat, du könntest den eher unwichtigen Bauer auf h5 "wegtricksen"?

:geek:

Zur zweiten Partie:
Andrzej hat geschrieben:Nachdem ich 24.Shf6 gespielt habe, hat sich mein Gegner bekreuzigt.

War das wieder dieselbe Zeitnot oder ganz normale "Blindheit"?
Bis dahin war das sehr ordentlich gespielt. Nach dem Einsteller habe ich den Eindruck, dass du nicht konsequent versucht hast, deine verbliebenen Möglichkeiten zu aktivieren. Du hast an beiden Flügeln jeweils einen Mehrbauern - der ist erstmal nicht sehr beweglich, aber du tust auch nichts, um die Bauernstruktur zu deinen Gunsten zu verändern.


ersteinmal danke für die erläuterungen. Ich gebe dir in allen Punkten recht. Aber gerade durch so Verlustpartien denke ich kann man am meisten lernen, weshalb ich auch nur diese hier reinstelle.
Zu den Fragen:
ab dem 35 Zug bin ich mir nicht so sicher, was genau aufs brett kam, ob es jetzt genau so, oder so ähnlich war, da ich mir die züge nicht mehr aufgeschrieben habe.
Mein Gegner hat mir netterweise die Züge aufgeschrieben, da ich essen gehen wollte, allerdings war es schwer zu lesen, und es kann sein, dass auch er sich in der notation vertan hat. Vielleicht kam es auch wirklich so und ich habe es einfach übersehen, aber iwie habe ich in erinnerung Das der Turm zwischenzeitlich auf Ta7 gedeckt hatte, das kann aber nicht genau sein, weil ich ja sonst auf c schlagen könnte. Naja iwo ist da vermutlich ein dreher, oder einfach beim bulleten wirklich übersehen. Meine Taktik und Rechenleistungen sind einfach unter aller Sau..
Ab den 20 zug oder so war ich kurz vor 5min vor schluss, durch meine schlechte Zeiteinteilung.

Zweite Partie war einfach ein grober Patzer (wieder durch unzureichendes Taktiktraining (aber vielleicht bin ich dafür einfach schon zu alt..)
And der Stelle Shf6 habe ich nat zuerst mit L+, Kc8 Sb6+ Gerechnet und dachte das der König entkommt, dabei ist nach Kc7 SxL KxS Sf6+ der gewinnzug :(
eig ganz billig, aber vielleicht war ich durch den großen Rechenaufwand der vorher nötig war um zu dieser Stellung zu kommen ausgepowered.

JerryCotton hat geschrieben:Bei dem 30 Minuten Spruch gebe ich dir zm Teil recht.
Der nach 30 Minuten gespielte Zug ist oft schlecht. Vermutlich aber eher, weil der Spieler die Stellung nicht durchschaut und deshalb ins Grübeln kommt. Ich persönlich überprüfe deshalb regelmäßig meine Zeit während der Partie und setze mir prsönlich weitere Zeitkontrollen.Z.B 45 Min. für die ersten 20. Wenn ich merke, das ich zeitlich zu sehr von meiner Marschroute abweiche zwinge ich mich schneller zu ziehen.
Das ist wahrscheinlich ungefährlicher als die letzten 20 Züge zu Blitzen.


Sogut wie jedesmal wenn ich mich zwinge schneller zu ziehen weil ich nicht in meiner Zeiteinteilung bin, dann patze ich mit großer Wahrscheinlichkeit.
So habe ich auch Shf6?? gezogen, recht schnell - weil ich merkte, oje nur noch 1 Stunde Rest für gesamte Partie..
Die betonung liegt auf "nur noch" ...
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Re: Andrzej's Verlustpartien

Beitragvon Andrzej » Di 4. Jan 2011, 21:52

Da im Forumchat mehrfach gewünscht, hier meine alte Partie von 2009.

Nachdem ich in eine angenehme Stellung kam und mein Gegner mir Remis bot, habe ich mehr darüber nachgedacht auf welche Weise ich das Remis ablehnen soll, anstatt auf meinen Zug zu achten. Und habe während ich daneben Griff, eine grammatikalisch korrekte Remisablehnung gefunden. :lol:
Seitdem sage ich einfach gar nichts mehr und ziehe einfach..
Naja es freut mich wenn Partien vorm vor einem Jahr sehe, dass ich mich in der Zwischenzeit wohl schon zumindest etwas verbessert habe. =)
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