Im Thread zu Gütersloh wurde ja kurz über meine Lb5+ Variante in der 2. Runde gesprochen wo weder für Kevin noch für mich klar war, ob Tobi diese Variante gutheißt oder nicht, bis er Stellung dazugenommen hat und sich fürs letzter entschieden hat. Da sich in meinem anderen Partiethread nur Verlustpartien poste (und alleine die schon einen ganzen Thread füllen) habe ich mal einen neuen aufgemacht, da es nicht reinpassen würde da ich diese Partie ausnahmsweise mal gewonnen habe. Da mich aber die Stellungsbeurteilung dennoch brennend interessiert und ich mir sicher bin, dass strategisch positionelle Fragen zu eigenen Partien sicherlich nicht ausgehen werden, habe ich diesen Thread eröffnet, da es auch nicht in den Gütersloher Thread passen würde, wo es eher um das Turnier geht als über eigene Partien.
Schade das meine erste Gewinnpartie die ich hier poste, alles andere als glorreich ist. Da hatte ich ganz andere Schätze. Allerdings kommt es mir hier nicht darauf an mich mit einer viel zu schlechten schachlichen Leistung zu rühmen, sondern eben auf die strategisch-positionellen Fragen einzugehen, die sich ergeben. Auf großes Feedback würde ich mich freuen. Besonders wenn es konstruktiv ist.
In der Folgenden Partie geht es mir vorallem um die Eröffnung und die Pläne (starke, schwache Figuren etc.), poste sie aber vollständigkeitshalber dennoch ganz.
Ihr braucht euch nicht auf irgendwelchen Taktischen Patzern festzubeißen die auf meinem armseligen Niveau viel zu reichlich vorhanden sind, da ich dadran an anderer Stelle arbeiten werde. In diesem Thread geht es mir darum wie der Titel schon sagt über die Strategisch-Positionellen Fragen in meinen Partien zu beziehen.
Die Idee von 8.Lb5+ (oder später) im abelehnten Wolga-Benkö-Gambit habe ich vom Computer, der diesen Zug vorschlägt (Der allerdings auch keine Ahnung von Eröffnungen hat). Diesen allerdings nach Ld7 wieder zurückzieht. Dies habe ich mich allerdings nicht getraut, weil ich zwei Wochen zuvor gegen einen Schachanfänger gespielt habe, und nicht gewonnen habe, weil ich zu Sorglos mit meinen Tempos umgegangen bin. Da mein Gegner auf dem Papier schwächer war, wollte ich nicht den gleichen Fehler begehen, was zu einer Stellung geführt hat, wo ich gemerkt habe das dieser Läufer für Weiß nicht ganz unwichtig ist. Jedenfalls ist dieser Zug völlig untheoretisch, die Frage ist nur nach dem Warum? Was meint ihr dazu?
1.
