Wie schon richtig von Tobi gezeigt, nimmt Schwarz mit dem Bauern zurück. 1.e4 c6 2.d4 d5 3.ed: cd: 4.Ld3 Sc6 5.c3 also. Jetzt teilt sich die Variante in zwei wichtige Abspiele, nämlich
A) 5... Dc7!?, was 6.Lf4 verhindert. Es ergibt sich eine Stellung aus dem Abtauschdamengambit (ADG), mit Mehrtempo für Schwarz, der hier die weißen Steine führt.
B) 5... Sf6, quasi die Hauptvariante. Schwarz setzt auf zügige Entwicklung. Er entwickelt den weißfeldrigen Läufer vor die Bauernkette, beendet seine Entwicklung und startet den Minoritätsangriff am Damenflügel. Alles, wie im ADG.

Die Hauptvariante lautet: 6.Lf4 Lg4 7.Db3 Dd7 (Dc8) 8.Sd2 e6 9.Sgf3 Lf3: 10.Sf3: Ld6 mit gleichem Spiel für beide Seiten. Abweichung gibt es natürlich an einigen Stellen, aber das ist pratisch eine Tabiya dieser Variante.
Du musst für dich persönlich entscheiden, ob dir so ein Mittelspiel liegt oder nicht. Daran würde ich meine Eröffnungen festmachen. Im vorliegenden Fall attackiert Weiß den gegnerischen König, während Schwarz am Damneflügel anrollt. Alles analog zum ADG. Allerdings vertritt Weiß in diesen Stellung ja eigentlich die schwarze Sache, mit einem Mehrtempo. Das erlaubt im oft den f-Bauern als Rammbock einzusetzen, was im ADG als zu langsam gilt.