französische struckturen im CK?

französische struckturen im CK?

Beitragvon project_chaos » Sa 16. Jan 2010, 10:07

Hallo,

da ich gestern erfahren habe, dass mein vermeintlicher gegner nächsten sonntag (24.1) wohl ein CK spieler ist, stelle ich nun eine sehr dumme frage.

kann man als weisser gegen CK französisch ähnliche struckturen erzwingen?

1. e4 c6
2. d4 d5
3 e5 und wie könnte es weiter gehn gehts weiter?
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Re: französische struckturen im CK?

Beitragvon Riddler » Sa 16. Jan 2010, 10:29

Mit 3. e5 beschreitest Du eine der Hauptvarianten des Caro-Kann. Schwarz wird aller Voraussicht nach mit 3. ... Lf5 fortsetzen. Dieser Läufer markiert dann auch den Hauptunterschied zu französischen Stellungsbildern, wo der Lc8 ja immer so eine Art Sorgenkind darstellt.
Andererseits kann der Lf5 auch als eine Art Sprungbrett für etwaigen Angriffe dienen (Pläne wie g4 und h4 und so weiter). In vielen Abspielen wir der Lf5 nach weißem Ld3 abgetauscht, wonach dann Schwarz in der Tat einen Franzosen ohne den schwachen Lc8 auf dem Brett hat, wenn Weiß nach Schema-F fortsetzt und sich analog zur französichen Vorstoßvariante aufbaut.
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Re: französische struckturen im CK?

Beitragvon Tobi » Sa 16. Jan 2010, 14:37

Ich denke, dass sich die Strukturen kaum ähneln werden, da es wichtige Unterschiede in den Stellungen gibt oder zumindest fallen mir keine ein.

Abtauschvarianten:
Im Caro-Kann hat Schwarz einen Minoritätsangriff, im Franzosen gibt es die geöffnete e-Linie.

Vorstoßvariante:
Caro-Kann: Häufig gibt Weiß das Zentrum freiwillig mit dxc5 auf bzw. greift es mit c4 an, im Franzosen versucht Weiß das Zentrum zunächst zu stabilisieren.

Wenn sich Strukutren ansatzweise ähneln, dann vl. die Caro-Kann-HV nach 3.Sc3 und wenn Schwarz den Rubinsteinfranzosen spielt.
Allerdings sind die jeweiligen Strategien hier ebenso enorm verschieden, nur das sich die Strukuren etwas ähneln.

Wenn du Bauernendspiele üben willst vl. sinnvoll, strategische Zusammenhänge kann ich allerdings nicht erkennen.
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Re: französische struckturen im CK?

Beitragvon Orang_Utan » Sa 16. Jan 2010, 15:19

In der Vorstoßvariante können sich durchaus französische Strukturen ergeben. In der Regel ist das nach 3... c5 der Fall. 3... Lf5 ist ein ganz anderes Thema und unglaublich theorielastig. Weiß verfügt über eine große Anzahl an unterschiedlichen Plänen, mit Französisch hat es allerdings nur manchmal die Bauernstruktur und -hebel gemeinsam.

Wenn du ohne viel Theorie etwas spielen willst, dann würde ich entweder

A) 1.e4 c6 2.d4 d5 3.exd5 nebst 4.Ld3 und c3, Sf3, Sdb2, 0-0, Db3, Tae1 oder

B) 1.e4 c6 2.Sf3 d5 3.Sc3 Lg4 4.h3

empfehlen.
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Re: französische struckturen im CK?

Beitragvon project_chaos » Mo 18. Jan 2010, 11:15

danke für eure antworten und tipps

bei dieser variante:

A) 1.e4 c6 2.d4 d5 3.exd5 nebst 4.Ld3 und c3, Sf3, Sdb2, 0-0, Db3, Tae1

kann dann schwarz nicht den d bauern nehmen?

1.e4 c6 2.d4 d5 3.exd5 Dxd5 4. Ld3

oder sollte ich zuerst 4-c3 spielen? oder ist der d4 bauer vergiftet?
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Re: französische struckturen im CK?

Beitragvon Tobi » Mo 18. Jan 2010, 11:29

Schwarz schlägt nicht mit der Dame, sondern mit dem c-Bauern wieder!
1.e4 c6 2.d4 d5 3.exd5 cxd5
Allerdings solltest du dir hier einige Ideen ansehen und gucken wie starke Spieler hier einen Königsangriff führen, da sonst die weiße Stellung perspektivlos werden kann.
Schwarz verfügt -wie bereits gesagt- über den Plan eines Minoritätsangriffs, wonach häufig dein c-Bauer rückständig werden kann und dann ein dankbares Ziel darstellt.
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Re: französische struckturen im CK?

Beitragvon Orang_Utan » Mo 18. Jan 2010, 12:17

Wie schon richtig von Tobi gezeigt, nimmt Schwarz mit dem Bauern zurück. 1.e4 c6 2.d4 d5 3.ed: cd: 4.Ld3 Sc6 5.c3 also. Jetzt teilt sich die Variante in zwei wichtige Abspiele, nämlich

A) 5... Dc7!?, was 6.Lf4 verhindert. Es ergibt sich eine Stellung aus dem Abtauschdamengambit (ADG), mit Mehrtempo für Schwarz, der hier die weißen Steine führt.

B) 5... Sf6, quasi die Hauptvariante. Schwarz setzt auf zügige Entwicklung. Er entwickelt den weißfeldrigen Läufer vor die Bauernkette, beendet seine Entwicklung und startet den Minoritätsangriff am Damenflügel. Alles, wie im ADG. :) Die Hauptvariante lautet: 6.Lf4 Lg4 7.Db3 Dd7 (Dc8) 8.Sd2 e6 9.Sgf3 Lf3: 10.Sf3: Ld6 mit gleichem Spiel für beide Seiten. Abweichung gibt es natürlich an einigen Stellen, aber das ist pratisch eine Tabiya dieser Variante.

Du musst für dich persönlich entscheiden, ob dir so ein Mittelspiel liegt oder nicht. Daran würde ich meine Eröffnungen festmachen. Im vorliegenden Fall attackiert Weiß den gegnerischen König, während Schwarz am Damneflügel anrollt. Alles analog zum ADG. Allerdings vertritt Weiß in diesen Stellung ja eigentlich die schwarze Sache, mit einem Mehrtempo. Das erlaubt im oft den f-Bauern als Rammbock einzusetzen, was im ADG als zu langsam gilt.
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Re: französische struckturen im CK?

Beitragvon project_chaos » Mo 18. Jan 2010, 12:22

danke, da war ich mal wieder auf der leitung gestanden (ohne brett)

hm werd mir das mal heute abend anschauen.

im ADG kenn ich mich leider gar net aus. weder mit schwarz oder weiss.


was ist die aggressivste variante gegen caro kann?
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Re: französische struckturen im CK?

Beitragvon Orang_Utan » Mo 18. Jan 2010, 12:26

Am aggressivsten sollte wohl der theorielastige Panow-Angriff (1.e4 c6 2.d4 d5 3.ed: cd: 4.c4) sein. Dicht gefolgt von der Fantasy-Variante (1.e4 c6 2.d4 d5 3.f3), die ich persönlich für mittelmäßig halte. Auch die Vorstoßvariante (1.e4 c6 2.d4 d5 3.e5 kann mitunter sehr offensiv gespielt werden, aber da kann Schwarz vorher abweichen.
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Re: französische struckturen im CK?

Beitragvon project_chaos » Mo 18. Jan 2010, 12:33

nochmal danke.

hätte ja jetzt die gambitter I von Nigel Davis mit der fantasy variante. werd ich mal anschauen genauso wie panov.

und wahrscheinlich werd ich gegen einen anderen spielen lol.
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