1.e4 c6 2.d4 d5 3.Sc3 de 4.Se4: Sf6 5.Sf6: gf

Re: 1.e4 c6 2.d4 d5 3.Sc3 de 4.Se4: Sf6 5.Sf6: gf

Beitragvon Orang_Utan » Mo 21. Sep 2009, 15:14

Tico hat geschrieben:Aber 4. ... Sf6 ist für mich die einzige vernünftige Möglichkeit in der CK-Hauptvariante. 4. ... Lf5 ist mir etwas zu passiv und auch eröffnungstheoretisch zu ausgelutscht, 4. ... Sd7 ist mir zu solide, sprich: zu langweilig und zu remislastig...


Ich spiele zu 90% 1.e4 c6 2.d4 d5 3.Sc3 dxe4 4. Sxe4 Lf5 und zu 10% 3... b5.

4... Lf5 halte ich weder für remislich noch für passiv. Schwarz kann kurz rochieren und dann wird das ganz schön heiß.
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Re: 1.e4 c6 2.d4 d5 3.Sc3 de 4.Se4: Sf6 5.Sf6: gf

Beitragvon Tico » Mo 21. Sep 2009, 15:25

Orang_Utan hat geschrieben:Ich spiele zu 90% 1.e4 c6 2.d4 d5 3.Sc3 dxe4 4. Sxe4 Lf5 und zu 10% 3... b5.

4... Lf5 halte ich weder für remislich noch für passiv. Schwarz kann kurz rochieren und dann wird das ganz schön heiß.



Stimmt, 3. ... b5 hab ich auch einige Male ausprobiert. Allerdings fand ich 4. a3 immer etwas unangenehm.

4. ... Lf5 mit kurzer Rochade hab ich noch nicht ausprobiert, sollte ich vielleicht mal nachholen?! Danke jedenfalls für den Hinweis!
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Re: 1.e4 c6 2.d4 d5 3.Sc3 de 4.Se4: Sf6 5.Sf6: gf

Beitragvon Orang_Utan » Mo 21. Sep 2009, 15:42

Das Buch von Jovanka Houska kann ich dazu empfehlen. Allerdings nicht auf deutsch, die Übersetzung ist gruselig.

http://www.amazon.de/Play-Caro-Kann-Complete-Repertoire-Everyman/dp/1857444345
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Re: 1.e4 c6 2.d4 d5 3.Sc3 de 4.Se4: Sf6 5.Sf6: gf

Beitragvon stoppelhoppler » Mo 21. Sep 2009, 16:52

Tico hat geschrieben:
Orang_Utan hat geschrieben:... Lf5 mit kurzer Rochade hab ich noch nicht ausprobiert, sollte ich vielleicht mal nachholen?! Danke jedenfalls für den Hinweis!


Kommt auf Deinen Blutdruck und Dein Nervenkostüm an.

Das ist ja genauso heiß wie mancher klassischer Franzose ala Richter.
Ehrlich gesagt wundern mich manche guten Resultate von Schwarz damit, weil Weiß ja den Aufrollpunkt auf dem Silbertablett serviert bekommt und immer mal seinen g-Bauern opfern kann für eine simple halboffene Linie.
Grundsätzlich dürfte sich Schwarz hier zunächst immer verteidigen müssen, bevor er zum Gegenangriff übergehen kann.
Ist nicht jedermanns Sache so wie Bareev oder Dautov zu spielen... ;).
Zur Abschreckung kann man sich auch mal ansehen, wie Big Al Danish Dynamite Anfang der 80er Jahre auseinandernahm.
Larsen und Seirawan waren wohl die ersten, die 0-0 für Schwarz populär machten (und vielleicht auch deshalb, weil Lf5 nebst 0-0-0 eben doch zu ausgeknautscht für Chancen auf weniger als 50% war und ist - auf GM-Ebene).

Gegen einen veritablen, gleich starken oder besseren Angriffsspieler würde ich nie zu 0-0 greifen, das käme diesem zu sehr entgegen.

Mit zweischneidigem Spiel und Gegenangriff anstatt Verteidigung dürftest Du mit 4. ... Sf6 nebst gxf6 besser fahren.

Wegen des von Orang-Utan vorgeschlagenen 3 ... b5 (Gurgenidse oder so) wurde lange 3. Sd2 als genauer angesehen, was übrigens auch mehr weiße Alternativen bei schwarzen g6-Aufbauten bietet.

Man kann Caro-Kann ja auch mit Übergang in Richtung Modern Defence interpretieren.

Achso, mir wurde ja auch schon mal verschmitzt zugeraunt, als ich 1. e4 mit mit c6 beantwortete, daß die Kraft und Energie wohl nicht mehr für den Doppelschritt reiche :!: :P
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Re: 1.e4 c6 2.d4 d5 3.Sc3 de 4.Se4: Sf6 5.Sf6: gf

Beitragvon Orang_Utan » Mi 23. Sep 2009, 07:57

Gefährlich ist die Variante ohne Frage, allerdings (wie immer) für beide Seiten. ;)

Bacrot (?) - Leko auf der näheren Vergangenheit ist eine schöne Partie dazu. Leko hat - in seinem Element - den weißen Angriff erfolgreich verhindert und dann ein sehr schönes Damenopfer des Anziehenden übersehen: 1-0.

Houska erklärt u.a. sehr gut, wann man den Bauern auf g4 nehmen darf und wann besser nicht. Ebenso werden der Vorstoß b7-b5 und e6-e5 gut erläutert. Wenn man sich auf Amateurniveau eingehend als Schwarzer mit der Variante beschäftigt, wird man mit ziemlicher Sicherheit einen deutlichen Wissensvorsprung besitzen. Korrekt ist natürlich, dass ein ungenauer Zug bereits zum Verderben des Nachziehenden werden kann. Damit muss man halt leben können. ;)

Die Variante mit Lf5 und langer Rochade ist auf Topniveau sicher äußerst remisträchtig, aber da spielen wir wohl alle nicht. :) Im ZMD-Open gab es eine nette Partie mit der Variante zw. Luther und Epischin (Hoffentlich stimmt das, mein Gedächtnis ist bestenfalls mittelmäßig.), die Schwarz schön gewann.

In Bezug auf 3.Sd2 muss ich dir leider widersprechen, Stoppel. Gerade dort gilt 3... g6 als sehr gute schwarze Antwort, da 3.Sd2 dem Weißen im Gegensatz zu 3.Sc3 einige Möglichkeiten nimmt. Meist läuft es aber eh auf 3... dxe4 hinaus.
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Re: 1.e4 c6 2.d4 d5 3.Sc3 de 4.Se4: Sf6 5.Sf6: gf

Beitragvon Coffins » Fr 2. Okt 2009, 22:28

So, gerade aus dem Briefkasten geholt (über Amazon bestellt):
"Die Caro-Kann Verteidigung"; Hagen Tiemann; Verlag Reinhold Dreier, Ludwigshafen - 1994,
Komplette Caro-Kann Varianten, auch die vom Threadstarter gesuchte. Ich kann den Dreier Verlag auch so weiterempfehlen!!!
Dann habe ich noch im Angebot:
"Caro-Kann bis Aljechin-Verteidigung"; Aleksei Suetin; Sportverlag Berlin - 1983,
Auch hier so gut wie alle Varianten und Systeme gegliedert. Liest und lernt sich sehr angenehm. > Verkaufe aber nicht ;)

KRITIK: Das hier ist ein Unterforum für Eröffnungen, Eröffnunsdiskussionen, ect. Aber hier wird nach Literatur gesucht und darüber diskutiert. Hm, ... Das ist so, als wenn ich meine Problemaufgaben unter Schachturniere poste. Mal ein bischen mehr aufpassen, oder ein Extra-Unterforum einrichten "Eröffnungsliteratur" ... oder so.
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Verbindung zwischen Eröffnung und Eröffnungsliteratur

Beitragvon stoppelhoppler » Sa 3. Okt 2009, 07:50

Ich sehe das praktischer.

Werden Eröffnungen mit zugfolgen diskutiert, dann fließen ganz schnell Quellenangaben und Bewertungen dieser Quellen mit ein.
Meines Erachtens ein sinnvolle Synthese, die ein Suchen an anderen Stellen erübrigt.

Grundsätzlich geht in umfangreicheren Threads schon mal der rote Faden verloren.

Hier wäre es ein interessantes Feature, wenn man neben dem Eröffnungspost einen Überblickspost einrichtet, der eine Art Übersicht über Verlauf, markante Inhalte und (Zwischenergebnisse) liefert.

Das macht natürlich Arbeit und ist technisch vielleicht auch nicht ganz so leicht einzurichten - muß ja zumindest von Moderatoren editierbar bleiben.
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Re: Verbindung zwischen Eröffnung und Eröffnungsliteratur

Beitragvon Coffins » Sa 3. Okt 2009, 08:46

stoppelhoppler hat geschrieben:Ich sehe das praktischer.

Werden Eröffnungen mit zugfolgen diskutiert, dann fließen ganz schnell Quellenangaben und Bewertungen dieser Quellen mit ein.
Meines Erachtens ein sinnvolle Synthese, die ein Suchen an anderen Stellen erübrigt. ...

Vollste Zustimmung! Nur wurde das Thema hier nicht erstellt, um eine Caro-Kann Variante vorzustellen und Abspiele zu diskutieren, sondern lediglich nach Quellen bzw. Literatur gefragt. Für mich ist das Thema eigentlich nur falsch platziert, was mich jedoch nicht weiter stört oder aufregt.
Meine Einstellung zur Sache ist die: Auch in der Schachkiste werden mal einige 100 Themen angesammelt sein. Am besten von vornherein soweit alles aufgeräumt und platziert wissen, bevor dann alles unübersichtlich wirkt. Und dann sucht jemand eine Caro-Kann Variante mit der im Thema angegeben Zugfolge, sieht: "Hoppla! Büchersuche!" und eröffnet ein zweites Thema, mit demselben Namen. ... Tja, und dass dann so immer mal und überall in jedem Unterforum ...
Also ich möchte nicht falsch verstanden sein: "Gepostet ist schnell!"
Coffins (der Problememacher) ;)
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Re: 1.e4 c6 2.d4 d5 3.Sc3 de 4.Se4: Sf6 5.Sf6: gf

Beitragvon Tico » Sa 3. Okt 2009, 13:59

Coffins hat geschrieben:"Die Caro-Kann Verteidigung"; Hagen Tiemann; Verlag Reinhold Dreier, Ludwigshafen - 1994,
Komplette Caro-Kann Varianten, auch die vom Threadstarter gesuchte. Ich kann den Dreier Verlag auch so weiterempfehlen!!!
Dann habe ich noch im Angebot:
"Caro-Kann bis Aljechin-Verteidigung"; Aleksei Suetin; Sportverlag Berlin - 1983,
Auch hier so gut wie alle Varianten und Systeme gegliedert. Liest und lernt sich sehr angenehm. > Verkaufe aber nicht ;)


Diese beiden Bücher habe ich auch mal besessen, aber inzwischen wieder abgestoßen. Als "Universalbuch" über Caro-kann gefiel mir das Buch von Konstantinopolski/Weiz eigentlich immer am besten.
Tico
 

Re: 1.e4 c6 2.d4 d5 3.Sc3 de 4.Se4: Sf6 5.Sf6: gf

Beitragvon lovo » So 4. Okt 2009, 00:02

Ich kenne da noch The Dynamic Caro-Kann von Jeremy Silman. Das Buch ist zwar von 1989. Dafür behandelt es auf ca. 180 Seiten nichts anderes als 1.e4 c6 2.d4 d5 3.Sc3 dxe4 4.Sxe4 Sf6 5.Sxf6 gxf6 und 5... exf6; inklusive einiger kurzer Kapitel, was Schwarz spielen könnte, wenn Weiß nicht den Sf6 schlägt.
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