Einige Spieler mögen den Springer, weil er so unberechenbar ist. – Andere mögen ihn aus demselben Grund nicht.
Der Anlass warum ich diesen Thread eröffnet habe, ist die Tatsache, dass Martin Weteschnik ein ganzes Buches über diese Figur geschrieben hat. Davon besteht vermutlich ein Großteil aus Aufgaben, aber vielleicht können wir an dieser Stelle unsere Erkenntnisse über den Springer zusammentragen:
Man kennt den berühmten Rat von Steinitz, dass man dem gegnerischen Springer die Stützpunkte nehmen soll. Im Leichtfigurenendspiel soll die Läuferpartei die Stellung öffnen, während sich der Springer in geschlossenen Stellungen wohl fühlt.
An irgendeiner Stelle habe ich mal ein Diagramm gesehen, dass einen Springer im Zentrum zeigt, wobei die umliegenden Felder mit Ziffern versehen waren. Die Ziffern haben die Zahl der Züge angegeben, die der Springer benötigt, um das Feld zu erreichen. Wenn man nun versucht, sich das Schema einzuprägen, geht man im Endspiel in Zeitnotphase relativ sicher, wenn man z. B. den eigenen König auf ein Feld mit einer höheren Zahl zieht.
Vielleicht kann der eine od. andere dazu beitragen, den Springer berechenbarer zu machen.
