Der Springer

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Der Springer

Beitragvon naphta » Mo 28. Nov 2011, 11:32

Einige Spieler mögen den Springer, weil er so unberechenbar ist. – Andere mögen ihn aus demselben Grund nicht.

Der Anlass warum ich diesen Thread eröffnet habe, ist die Tatsache, dass Martin Weteschnik ein ganzes Buches über diese Figur geschrieben hat. Davon besteht vermutlich ein Großteil aus Aufgaben, aber vielleicht können wir an dieser Stelle unsere Erkenntnisse über den Springer zusammentragen:

Man kennt den berühmten Rat von Steinitz, dass man dem gegnerischen Springer die Stützpunkte nehmen soll. Im Leichtfigurenendspiel soll die Läuferpartei die Stellung öffnen, während sich der Springer in geschlossenen Stellungen wohl fühlt.

An irgendeiner Stelle habe ich mal ein Diagramm gesehen, dass einen Springer im Zentrum zeigt, wobei die umliegenden Felder mit Ziffern versehen waren. Die Ziffern haben die Zahl der Züge angegeben, die der Springer benötigt, um das Feld zu erreichen. Wenn man nun versucht, sich das Schema einzuprägen, geht man im Endspiel in Zeitnotphase relativ sicher, wenn man z. B. den eigenen König auf ein Feld mit einer höheren Zahl zieht.

Vielleicht kann der eine od. andere dazu beitragen, den Springer berechenbarer zu machen.
Wir wissen nicht, was dieser freundliche Großmeister empfiehlt, aber wir empfehlen bei Schachsucht die Schachkiste.
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Re: Der Springer

Beitragvon Jupp53 » Mo 28. Nov 2011, 23:09

Ein Spieler in meinen letzten Verein brachte mich mit seinen Springern zum Wahnsinn. Der gewann mit Springern im Blitz alles gegen mich. Da versuchte ich die Viecher abzutauschen und Läuferpaar war mir egal.

Besser wurde es dann, als ich Taktiktraining bewusst auf Springer anlegte. Im Colditz und dem Neistadt markierte ich alle Kombinationen, in denen Springer eine Rolle spielten und ging die drei-, viermal durch, bis sie automatisiert waren. Er ging zwar noch immer besser mit den Spingern um, aber es ging jetzt.

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Re: Der Springer

Beitragvon elvis » Di 29. Nov 2011, 16:11

Von Bruce Alberston gibt es die "Chess Mazes", als Kolumne im "Chesscafe" (http://www.chesscafe.com/mazes/mazes.htm) und gesammelt als Buch. Dabei führt man nur eine Figur über das Schachbrett, alle übrigen bleiben auf ihren Feldern stehen - aber die geführte Figur darf kein angegriffenes Feld betreten. Eine nette Übung, um die möglichen Pfade einer Figur durch die Stellung zu studieren.

Danach muss man nur noch lernen, nicht nur die Wege der eigenen Springer zu berechnen, sondern auch die der gegnerischen. 8-)
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