Katalanisch

Katalanisch

Beitragvon Lestat » Mi 20. Mai 2009, 08:58

"um schach zu verstehen muss man das abgelehnte damengambit spielen" heisst es oder so ähnlich. so ganz unrecht würde ich dem auch nicht geben, und da mich eh mehrere variante des QGD intressieren, vor allem die lasker verteidigung und die etwas agressivere cambridge springs variante, spiele ich seit ca. 2 monaten das QGD, wenn auch nur gegen 1.c4 bis jetzt (gegen 1.d4 spiele ich QGA, bitte nicht schlagen :mrgreen: ). hatte gestern ne partie gegen einen katalanisch spieler und nach 1.Nf3 d5 2.d4 Nf6 3.c4 habe ich mich nach ca. 2 minuten überlegung doch für QGA entschieden, war eine gute entscheidung, habe gewonnen :)

die abtausch-variante macht mir eigentlich eher weniger aus, man kann da gut entweder mit semi-tarrasch ausweichen oder auch einfach in die hauptvariante eingehen, einen rein nach minoritäts-angriff-schema vorgehenden weiss-spieler kann man da wohl gut mit einem kleinen königsangriff aus dem konzept bringen.

aber was gegen katalanisch?
1.d4 d5 2.c4 e6 3.Nf3 Nf6 4.g3

hier gibts mal zuerst 3 grosse varianten, angenommen mit 4. ...dxc4, abgelehnt mit 4. ...Be7 und einen semi-tarrasch aufbau mit 4. ...c5, aber was ist jetzt am "vernünftigsten"?
die hauptvariante im angenommenen mit 5.Bg2 Nc6 ist mir ehrlich gesagt zu theorie-lastig, aber evtl. ist die linie mit 5. ...c5 interessant
abgelehnt mit 4. ...Be7 5.Bg2 0-0 6.0-0 dxc4 7.Qc2 a6 8.Qxc4 b5 scheint interessant zu sein, aber (a) sind diese zugfolgen wohl nicht forciert und (b) ist der rückständige schwarze c-bauer nun doch auch nicht so das wahre...
4. ...c5 mit semi-tarrasch hat den nachteil dass es eben gar nicht semi-tarrasch ist, da kein springer auf c3 steht, von daher nach 5.cxd5 Nxd5 (exd5 ist tarrasch-verteidigung) 6.e4 gibts keinen springer auf c3 zu schlagen und man muss wohl nach b6 zurück, wie ist diese variante einzuschätzen?

anyway, gibts hier irgendwelche QGD/nimzo-inidisch spieler welche mir ihre "geheimnisse" verraten könnten?
e^(i*pi) + 1 = 0

What the hell does the ratio of the circumference of a circle to its diameter have to do with the base of the natural logarithm and the square root of -1?
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Re: Katalanisch

Beitragvon Cresspahl » Mi 20. Mai 2009, 09:05

Katalanisch ist in der Tat so ein Problem. Ich habe damit diese Saison meine einzige Niederlage kassiert, gegen einen ungefähr gleichstarken Gegner, der mich geschickt nach

1.Sf3 d5 2.c4 e6 3.g3 Sf6 4.Lg2 Le7 5.0-0 0-0 6.d4 dxc4 7.Dc2 a6 8.a4 (ok, 8...Lf4 ist gerade wesentlich mehr in Mode und ich hatte 8.a4 "aktiv" zuletzt 2001 oder so auf dem Brett) 8...Ld7 mit

9.Td1!? in mir unbekanntes Terrain führte. Ich erinnerte mich noch dunkel an 9...Lc6, was ich dann (analog zu 9.Dc4 Lc6) auch spielte, aber nach 10.Sc3 griff ich gleich mit 10...a5? fehl (10...Lb4 oder Lxf3, um e4 zu verhindern, sind gangbare Alternativen). Mein Gegner spulte die Eröffnung im Rekordtempo runter und hatte nach 15 Zügen eine Gewinnstellung. Hinterher erfuhr ich dann, dass Marin in einem der letzten Chess base Magazines wohl die Variante mit 9.Td1 und 10.Sc3 empfohlen habe..... :roll:
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Re: Katalanisch

Beitragvon Cresspahl » Mi 18. Aug 2010, 14:50

heute würde ich übrigens gegen Katalanisch

nach 1.d4 d5 2.c4 e6 3.Sf3 Sf6 4.g3 Lb4 5.Ld2 a5 6.Lg2 dxc4 7.Dc2 Sc6!? mit der Idee 8.Dxc4 Dd5 anregen. Smyslov hat das oefters gespielt.
(18:12:13) Latvian_Gambit: du bist der einzige der mich regelmäßig bügelt
(18:12:15) Latvian_Gambit: no homo
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