in diesem Posting möchte ich einfach mal versuchen, den gegenwärtigen Stand nach 1.d4 d5 2.c4 e6 3.Sc3 Le7 4.Sf3 Sf6 5.Lf4 0-0 6.e3 Sbd7ganz grob zu skizzieren - mit den Dingen, die mir aufgefallen sind:
a)Hier ist wohl 7.c5 c6 8.h3 (nützlicher Wartezug? Im Vergleich zu Ld3, da Schwarz ja meist sowieso La6 spielt und man dann das Läufertempo mit Weiß spart?) 8..b6 9.b4 a5 10.a3 La6 11.La6 Ta6 12.b5 cb6 13.c6 Dc8 14.c7 b4 15.Sb5 kritisch. Mir gefällt die Variante sehr gut für Weiß, da Weiß einfach viele Chancen hat und Schwarz sehr genau spielen muss - ein Fehler und er steht auf Verlust. aber 15...a4 16.Tc1 Se4 17.Sd2 Sc3 scheint wohl zu halten für Schwarz?!.
b) was ist mit den Alternativen, 7.a3/7.Tc1/7.Dc2?
(18:12:13) Latvian_Gambit: du bist der einzige der mich regelmäßig bügelt (18:12:15) Latvian_Gambit: no homo
in diesem Posting möchte ich einfach mal versuchen, den gegenwärtigen Stand nach 1.d4 d5 2.c4 e6 3.Sc3 Le7 4.Sf3 Sf6 5.Lf4 0-0 6.e3 Sbd7ganz grob zu skizzieren - mit den Dingen, die mir aufgefallen sind:
a)Hier ist wohl 7.c5 c6 8.h3 (nützlicher Wartezug? Im Vergleich zu Ld3, da Schwarz ja meist sowieso La6 spielt und man dann das Läufertempo mit Weiß spart?) 8..b6 9.b4 a5 10.a3 La6 11.La6 Ta6 12.b5 cb6 13.c6 Dc8 14.c7 b4 15.Sb5 kritisch. Mir gefällt die Variante sehr gut für Weiß, da Weiß einfach viele Chancen hat und Schwarz sehr genau spielen muss - ein Fehler und er steht auf Verlust. aber 15...a4 16.Tc1 Se4 17.Sd2 Sc3 scheint wohl zu halten für Schwarz?!.
b) was ist mit den Alternativen, 7.a3/7.Tc1/7.Dc2?
zu a) Jakovenko, einer der führenden Spieler mit den schwarzen Steinen, bevorzugte zuletzt zweimal 10...Lb7 mit der Idee 11...Dc8 und erst dann 12...La6, was die lästige Variante von oben zumindest umgeht. Weder Kasimdzhanov noch Riazantsev erhielten in ihren Partien Vorteil gegen ihn.
zu b) 7.a3 ist der Lieblingszug vieler starker Spieler (u. a. von Anand und Kramnik gespielt). Isolani-Stellungen kommen danach sehr oft aufs Brett (zB nach 7.a3 c5 8.cxd5 Sxd5 9.Sxd5 exd5 10.dxc5).
Grundsätzlich gilt: Die Remisquote ist sowohl bei a) als auch bei b) relativ hoch. Es finden sich übrigens kaum Gewinnpartien aus schwarzer Sicht nach 7.c5 unter starken Spielern, was aber letztlich kaum überrascht, da Schwarz sein Gegenspiel fast ausschließlich über die a-Linie erschließt.
Wer sich als Schwarzer nicht mit den Stellungsbildern nach 7.c5 anfreunden möchte, kann auch über 6...c5 nachdenken - der eigentliche Hauptzug, aber ein anderes Thema.
"Pirc ist zu facettenreich und komplex, um damit schachlich wirklich weiterzukommen." Das Niveau FÄLLT.
Thossk hat geschrieben:Es finden sich übrigens kaum Gewinnpartien aus schwarzer Sicht
Zur eigentlichen Frage kann ich wenig beitragen. - Aber so solide und stabil das abgelehnte Damengambit auch ist, es bleibt eine passive Verteidigung. Die Glanzpartien aus schwarzer Sicht resultieren oft aus überambitioniertem Spiel von Weiß. Es gibt aber viele Spielweisen für den Anziehenden, bei denen Schwarz nicht mehr unternehmen kann als nur abklammern. Dafür läuft man natürlich kaum Gefahr, direkt aus der Eröffnung heraus zu verlieren (wie es etwa Grünfeld-Spieler auf Dauer kaum vermeiden können.) Immerhin: Wer Damengambit spielt, sollte unbedingt lernen wie leicht schlechtere Isolani-Mittel- und Endspiele zu verteidigen bzw. zu behandeln sind.
Die Variante ist ja derzeit sehr modisch und Schwarz klammert damit das Remis ab (in den Kandidatenkämpfen, oder ganz aktuell bei den Französischen Mannschafts meisterschaften: